Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Seit Saltatio Mortis 2000 auf Mittelaltermärkten und anderen Veranstaltungen dieser Art begonnen haben, ist einiges passiert. Rockshows und eine hohe Veröffentlichungsfrequenz – diese Männer haben es genau richtig gemacht. Vor allem verändern sie sich und dies seit neuestem mit einer gewagten Prise Gesellschaftskritik. Diese Menschen machen sich Gedanken – und das schlägt ein wie eine Bombe!

Machten nicht nur wegen ihrem neuen Album Freudensprünge: Satltatio Mortis (Sacha Saxer)

Satltatio Mortis am M’era Luna (Foto: Sacha Saxer)

Als ich Saltatio Mortis vor einigen Jahren auf einem Mittelaltermarkt kennenlernen durfte, erlebte ich eine Truppe, der das Spielmannsherz auf der Zunge lag. Was ich heute sehe, ist eine Band, die es ohne die grossen Medien zu etwas gebracht hat, was Beachtung und Anerkennung verdient. Schon die Songs der Vorgängeralben regten zum Nachdenken an. Was nun aber auf der neuen Scheibe an unser Lauschorgan dringt, das braucht nicht mehr den Denkanstoss, nein, hier ballen sich sehr deutliche Worte, die bei jedem Machthaber dieser Welt in den Player gehören.

Als ich das erste Mal Wachstum Über Alles hörte, hatte ich dieses Typische auf die Unterlippe beissen und Luft durch die Zähne ziehen welches einem beschleicht, wenn man jemanden die Wahrheit mit Worten beschrieben hört, die man vielleicht selber etwas sanfter gewählt hätte. Und genau das ist es, was es braucht. Da dieser Song wie die vielen Anderen aus der Feder von Lasterbalk des Lästerlichen stammt, muss man davon ausgehen, dass auch er sich einige Gedanken gemacht hat, die über die üblichen Mainstream-News hinaus gehen. Nicht umsonst ist gerade bei diesem Track die deutsche Hymne vertreten, die mit einem ganz ironischen Unterton daher kommt. Ein Fest für alle, die nicht mit dem Strom schwimmen wollen.

Auch Saltatio Mortis bleibt nicht verschont von Ab- und Zugängen in der Band. So war die Fangemeinde geschockt als Ende 2012 bekannt gegeben wurde, dass Herr Samoel die Band verlassen wird. An seiner Stelle steht nun Till Promill, der die Lücke mit Ehre und Können füllen konnte und sicherlich auch ein bisschen frischen Wind gebracht hat.
Ohne zu viel vom Album zu verraten, darf man sicherlich gespannt sein was sich die Jungs für ihr Konzert im Z7 ausgedacht haben. Kaum eine Band schafft es, den Bogen zwischen mittelaltermarktlichem Treiben und einer fulminanten Rockshow zu schlagen, ohne dabei die Orientierung zu verlieren. Denn diese Spielleute wissen, wer sie dahin gebracht hat, wo sie nun sind. Ihre Fans. Und für diese nehmen sie sich wie gewohnt Zeit. Hier geht keiner ohne ein Autogramm oder einem kleinen Schwatz nach Hause. Und das ist es, was ich am Saltatio Mortis-Feeling so schätze.

Wir freuen uns auf dieses Konzert und sind gespannt, was uns erwartet.

Weitere Infos zur Verantaltung

z-7.ch