Am 25. November kamen Faun auf ihrer «Eden»-Tour zu Besuch ins Z7 in Pratteln. Es wurde klar gestellt, dass sie definitiv nicht wie Äpfel auf die Bühne rollen. Vielseitig und musikalisch auf höchstem Niveau verzauberten die zwei Damen und drei Herren das Publikum.

Langsam nur tröpfelte das Publikum ins Z7 ein. Knappe Hundert waren es maximal als die Vorband Marama anfing. Ja, Marama und nicht Ignis Fatuu. Diese haben kurzfristig abgesagt und die Schweizer Trommel-Truppe als Ersatz engagiert. Getrommelt haben Marama dann auch, unterstützt von Dudelsack-Spiel. Während das erste Lied noch stimmig war und auch das zweite noch etwas hatte, wurde es aber nach dem dritten Lied eintönig. Mit drei Trommeln und einem Dudelsack klang jedes Lied etwa gleich und auch das Publikum regte sich dementsprechend so gut wie gar nicht. Viel mehr verteilte es sich an die Bars und trank und plauderte im Warten auf Faun.

Als nach fast einer Stunde Marama und etwas Zeit fürs Umstellen auf der Bühne. Als dann Faun auf die Bühne kamen, war dafür der Applaus gross. Oliver S. Tyr, der nette, blonde Herr begrüsste das Publikum und unterhielt es auch zwischen den Liedern immer wieder. Ein wahrer Publikumsliebling. Eingeleitet wurde das Ganze dann von einem Duett der beiden Damen Fiona Rüggeberg und Rairda – Margareta Eibl. Erstere Beeindruckte durch die vielen verschiedenen Flöten, die sie alle spielte und von denen man die wenigstens überhaupt jemals zuvor gesehen hatte, während letztere mit sicherem Harfenspiel und Gesang auf sich aufmerksam machte. Eine wunderbare Stimme, die ihres gleichen sucht. Es folgten die Lieder Zeitgeist, Rosmarin, Arcadia, Iduna, Tinta und viele andere. Die etwa 300 anwesenden tanzten, sangen und sprangen zu den teilweise fast schon Orientalisch klingenden Klängen und zauberten eine Magische, fast schon Romantische Stimmung. Bestärkt wurde dies auch durch die Efeu-Dekoration auf der Bühne. Der Synthesizer des Herren Niel Mitra fügte sich perfekt in die Musik der sonst eher altertümlichen Instrumente und wurde nur durch den leuchtenden Apfel zwischen der Dekoration verraten.

Im grossen und ganzen war es musikalisch ein wirklich stimmiges Konzert, wenn auch die Tontechnik besser hätte sein können, und obwohl es eher unspektakulär war, würde ich es jedem Fan alter Instrumente, Mittelalter-Folk und der schönen Musik empfehlen. Eine wirklich interessante Mischung aus Altem und Neuen.