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Nach einem fulminanten Kino-Comeback mit The Force Awakens wird die Star Wars-Galaxie dieses Jahr um einen weiteren Film bereichert. Hat «Rogue One: A Star Wars» Story das Potential zum Hit?

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Das offizielle Cast-Foto zu Rogue One (Foto: zvg)

Für vier Milliarden Dollar kaufte Disney 2012 den gesamten Lucasfilm-Konzern und damit eine der profitabelsten Filmreihen überhaupt: Star Wars.

Ein Schaudern ging durch die langjährigen Fans der Saga, die noch durch die Prequel-Trilogie in Skepsis schwamm. Würde die Mickey Mouse-Firma Star Wars endgültig den Garaus machen.

Heute können wir aufatmen: Die Episode VII The Force Awakens war ein gewaltiger Hit. Klar, der Film orientiert sich etwas zu sehr an der Original-Trilogie. Klar, es gibt den einen oder anderen Makel. Aber es ist dennoch ein Film geworden, der mit interessanten Charakteren, gewaltigen Bildern und einprägsamer Musik der Saga deutlich mehr Tiefe verliehen hat.

Ein Film ohne alte Garde

Vier Milliarden ist ein Haufen Asche, selbst für die Cashcow Star Wars. Und die muss jetzt kräftig gemolken werden. Darum hat Disney angekündigt, jedes Jahr einen neuen Film in die Kinos zu bringen. Daran finde ich nichts Verwerfliches, solange die Filme vielbeschworene Star Wars-Feeling aufrecht erhalten und die Saga weiterentwickeln. Allerdings kommt Episode VIII erst im Dezember 2017.

Dieses Jahr erreicht uns aus der weit, weit entfernten Galaxis Rogue One: A Star Wars Story. Die Handlung ist schnell beschrieben: Ein Kommando der Rebellen versucht die Pläne des ersten Todessterns zu ergattern. Rogue One spielt also zwischen Episode III und IV.

Der Knackpunkt: Im Film spielt keiner der alten Helden mit. Ein Bonus, von dem The Force Awakens noch zehren konnte. Die grosse Frage bleibt: Kommt ein Star Wars-Film auch ohne sie aus?

Es gehen Gerüchte um, dass Darth Vader in Rogue One auftreten könnte. Doch das alleine nimmt die Kohlen nicht aus dem Feuer.

Ein neues Star Wars-Publikum

Am 7. April wurde ein erster Teaser Trailer veröffentlicht. Und der sieht vielversprechend aus:

Ein erster Einblick in eine Galaxie, die viel düsterer als gewohnt ist, unterlegt mit donnernder, epischer Musik.

Auch die Cast kann sich sehen lassen: Felicity Jones, die für ihre Leistung in der Hawinks-Biographie The Theory of Everything eine Oscar-Nominierung erhielt, spielt die Hauptfigur Jyn Erso. Mads Mikkelsen wurde verpflichtet, ebenso wie Forest Whitaker. Genevieve O’Reilly spielt wie in Episode III die Rolle von Mon Mothma.

Trailer und Cast können also überzeugen. Doch reicht das aus?

Ja. Die Star Wars-Fans haben sich schon jeher mit alternativen Geschichten aus der Galaxie die Zeit vertrieben: Bücher, Comics, Serien. Hinzu kommt die Tatsache, dass in den letzten Jahren die Star Wars-Maschinerie nie zum Stillstand kam: Mit den Serien Clone Wars und Rebels hat man längst ein neues, junges Publikum an sich gebunden, das auch ohne die alten Helden auskommt.

Und der Trailer verspricht der simplen Grundhandlung des Films eine ungeahnte Ebene zu geben: Die Sirenen heulen bedrohlich. Ben Mendelsson spielt einen noch unbekannten Befehlshaber des Imperiums und wirkt unerbittlich, gar eiskalt. Ebenfalls noch ungeklärt ist, wer die niederkniende Gestalt mit Mantel und Kapuze ist. Doch die roten Garden lassen auf einen Zusammenhang mit dem Imperator Darth Sidious schliessen. Kriegt Ian McDiarmid möglicherweise die Gelegenheit, nochmals in die Rolle des heimtückischen Machthabers zu schlüpfen?

Bis im Dezember muss man sich noch auf Rogue One gedulden. Doch bis dahin wird man uns immer wieder Häppchen verabreichen, um den Hype aufrecht zu erhalten.