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Letzten Sommer wurde die süddeutsche Formel 1-Strecke Hockenheimring das erste Mal für einen besonderen, musikalischen Grossanlass zweckentfremdet. Auch dieses Jahr geht es Anfang August wieder rund, wenn es heisst: Return to the Rock n‘ Heim!

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Das Wetter war mittsommerlich heiss. Trocken. Perfektes Open-Air-Wetter. Der Weg vom Zeltplatz bis zur Arena war weit. Durch einen Wald hindurch. Über eine Autobahnbrücke. Wieder Wald. Unter eine Unterführung hindurch. Immer geradeaus, dem Pfad folgen. Und plötzlich erreichte man ihn: den Hockenheimring. An der Rückwand der Tribüne ein gewaltiges Schild, das darauf hinwies, dass in den nächsten Tagen etwas ganz anderes als Motorenlärm den Ring erfüllen würde: die Musik des Rock n‘ Heim Festivals.
Das erste, was den Ring füllte, waren die Zuschauer. Dort, wo sonst die Autos fahren standen, liefen, sassen und rannten nun Menschen. Viele mit Schimpansenmasken aus Papier; das Abbild des Festivalmaskottchens auf den Gesichtern der Festivalbesucher. Man machte sich bereit für die ersten Konzerte, und die kamen mit einer gewaltigen Staubwolke und viel Sound.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Das Festival-Gelände ist wegen seines begrenzten Raumes innerhalb des Hockenheimrings ausserordentlich übersichtlich. Um von einer Stage zur anderen zu gelangen braucht mein keinen Wegweiser, sondern kann ganz einfach der asphaltierten Rennstrecke folgen.
Das frisch geschlüpfte Festival-Küken des Veranstalters von Rock am Ring und Rock im Park bringt auf seinen zwei Stages für jeden Musikgeschmack etwas zusammen. Evolution- und Revolution-Stage, die Namen der beiden Bühnen. Was wäre naheliegender bei einem Festival, das mit dem kleinen Affen die Evolution zum Hauptthema nimmt. Letztes Jahr wurde der Film „Rise of the Planet of the Apes: Prevolution“ auf Grossleinwand gezeigt; die Auswahl dieses Films kam wohl nicht von ungefähr.
Auch die Auswahl der Bands war kein Zufall: Während sich die Revolution Stage Techno und Rap widmete war die Evolution Stage ganz für Metal und Rock Bands reserviert. Wie sie dieses Jahr aufgeteilt werden, darauf darf man gespannt sein. Momentan ist das Line-Up eher Techno- und Rap-lastig, das dürfte sich allerdings noch ändern, zumal noch lange nicht alle Bands angesagt wurden.

Das (bisherige) Line-Up 2014

  • A Day To Remember – Posthardcore
  • Alligatoah – „Schauspielrap“
  • Beatsteaks  – Alternative Rock
  • Billy Talent – Punkrock
  • Deadmau5 – House
  • Deichkind – Elektropop
  • Die Antwoord – Rap-Rave
  • Die Fantasischen Vier – Hip-Hop
  • Fritz Kalkbrenner – Techno
  • Imagine Dragons – Indie-Rock
  • Jan Delay & Disko No. 1 – Hip-Hop/Soul/Funk
  • Outkast – Hip-Hop
  • Parov Stelar Band – House/Jazz
  • Placebo – Alternative Rock
  • Skrillex – House
  • The Prodigy – House/Elektropop