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Nach längerer Pause haben Franz Ferdinand ihre Trennungsgedanken beiseite gelegt und melden sich in alter Frische zurück. Mit dem schmissigen vierten Album «Right Thoughts, Right Words, Right Action» gehen sie im Frühling auf Europatour und machen – kein Scherz – am 1. April Halt im Zürcher X-Tra.

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Franz Ferdinand (Foto: zvg)

ds. Als die moderne Rockmusik in den frühen 2000er-Jahren wieder einmal revolutioniert werden musste, schossen die Post-Punk-Revival-Bands wie Pilze aus der Erde. Besonders im UK wurde nahezu jede Woche eine neue Band als Heil bringende Retter der Rockmusik gefeiert. Eine von diesen unzähligen Neuentdeckungen waren Franz Ferdinand. Entgegen den meisten anderen Bands, hielt das Quartett aus Glasgow den Vorschusslorbeeren stand und ihr selbstbetiteltes Debütalbum, gespickt mit Hit-Singles, wurde sogar mit dem Mercury Prize 2004 ausgezeichnet. Gerade mal ein Jahr später wurde mit You Could Have It So Much Better ein würdiger Nachfolger auf den Markt gebracht und die Band befand sich im Dauer-Tour-Stress.
Kein Wunder liessen sie sich für ihr drittes Album etwas mehr Zeit. Sie wollten neue Wege einschlagen, herumexperimentieren und die Lieder sich entfalten lassen. Im Januar 2009 erschien dann das zu grossen Teilen elektronisch angehauchte Tonight: Franz Ferdinand und das ewige Touren begann von neuem. Der alltägliche Trott der Konzertreisen begann an den vier Mittgliedern zu nagen und sie hatten sich allmählich immer weniger zu sagen. Es gab zwar kein böses Blut untereinander, man hörte einfach auf eng miteinander befreundet zu sein und funktionierte nur noch wie eine Firma. Ohne Franz Ferdinand aufzulösen, zogen sie die Bremse und verabschiedeten sich komplett aus dem Rampenlicht. Die vier gingen ihre eigenen Wege, sowohl beruflich als auch privat.

Es waren schliesslich Sänger Alex Kapranos und Bassist Bob Hardy, die sich im Sommer 2011 wieder trafen, um in erster Linie ihre Freundschaft zu reanimieren. Wie es um die Band stand, war für beide eher sekundär. Nachdem sie Nick McCarthy und Paul Thomson hinzuzogen, wurde jedoch allen schnell wieder klar, dass sie mit Franz Ferdinand etwas Besonderes geschaffen hatten und sie diese Gang doch alle auf ihre Weise vermisst hatten.

Ende August erschien mit Right Thoughts, Right Words, Right Action schliesslich das vierte Album. Mit dem gleichen Mass an eingängigen Melodien wie schon zu Beginn ihrer Karriere und einem fulminanten Live-Auftritt im vergangenen Sommer am Zürich Openair, wo sie dem eigentlichen Hauptact, den Arctic Monkeys, glatt die Show stahlen, fühlt es sich ein kleines bisschen so an, wie Franz Ferdinand gar nie weg gewesen wären.

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