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Du hast noch nie von Streets of Roya gehört? Kein Angst, die Single «All Eyes On Me» kommt erst morgen raus. Aber hier kannst du schon exklusiv reinhören.

Du musst dich nicht schämen: Noch nie von Streets of Roya gehört zu haben, ist kein Verbrechen. Denn das Projekt des Winterthurer Singer-Songwriters und Multi-Instrumentalisten Michael Wespi bringt erst morgen, am 24. November, die neue Single heraus. Und bisher konnte man Streets of Roya auch nur kennen, wenn man zufällig auf die ersten Songs Motion und Let The World Stop stiess.

All Eyes On Me ändert das mit Garantie. Es ist ein Song, der Kontraste verinnerlicht. Die Drums stampfen erdverbunden voran, doch die Gitarrenmelodie und die Stimme schweben hoch oben im Himmel. Ein Indie-Rock, der durch die Präsenz von Wespis leicht rauchiger Stimme eine mystische Atmosphäre kreiert.

Gegen die Arroganz der Meinungen

Wespi lebte in London, Berlin und Los Angeles, wo auch All Eyes On Me entstanden ist – aufgenommen nachts in einem Studio in West Hollywood. Ein Song, der sich mit unserer Zeit zerwirft. «Überflutet mit Informationen, Halbwahrheiten, Political Correctness und einem weiten Spektrum  unterschiedlichsten Ideologien, scheinen wir alle in einer eigenen Realität zu leben und uns darin zu verkriechen», lässt sich Wespi im Pressetext zitieren. Man diskutiere ununterbrochen, doch vergesse zuzuhören. «Es scheint als ob uns unsere Arroganz immer weiter auseinander treibt.» Der eigene Standpunkt werde zur allgemeinen Wahrheit.

So poppig, so wunderbar eingängig All Eyes On Me auch daher kommen mag: Diese Single hat einen doppelten Boden. Ein gewagter Auftakt, wenn sich ein frischer Künstler so klar positioniert. Damit verdient Streets of Roya aber grossen Respekt. Mut soll bewundert werden, und Wespi ein Beispiel sein für andere Künstler.