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Nach den zwei Vorbands Glamour of the Kill und Middle Class Rut sprintet Papa Roach auf die Bühne und rettete den Abend. Die beiden Vorbands waren solche Auftritte wohl noch nicht gewöhnt, denn beide wirkten unsicher auf der Bühne und überzeugten auch musikalisch nicht sonderlich. Papa Roach lieferte danach zwar eine professionelle Show, jedoch nur etwa eine Stunde und dann war der Zauber auch schon wieder verflogen.

Glamour of the Kill, die als erste Vorband auf die Bühne kam, wurde mit guter Stimmung und Jubelrufen empfangen. Sie hatten auch sichtlich Spass am Auftritt und versuchten das Publikum mit Klatschen und Hüpfen mitzureissen. Gute Laune und gute Absicht war wohl vorhanden. Jedoch muss man dazu sagen, dass die junge Band, die erst seit 2007 existiert, noch etwas Bühnenerfahrung nötig hätte. Sie wirkten etwas unsicher und haschten nach dem Teenie-Gekreische, welches im Publikum weitgestreut vorhanden war. Stimmlich sehr unsicher und einige Fehlgriffe bei den Instrumenten machten den Auftritt der Band eher schlecht als recht. Beim vorwiegend jungen Publikum an dem Abend, kamen sie dennoch gut an und ihre charmante Art machten das Ganze einigermassen wieder wett.

Die zweite Vorband, Middle Class Rut, die immerhin ein Jahr länger existieren, legten ein wenig mehr Professionalität an den Tag. Doch ihr Auftritt wirkte zu einstudiert, zu farblos, alles nach Schema F. Wenigstens stimmten hier die Töne und Klänge.

Danach kamen endlich Papa Roach auf die Bühne. Mit Songs wie Forever und Between angels and insects stürmten sie direkt in die Herzen des Publikums. Selten habe ich ein Publikum gesehen, welches die Songtexte so in- und auswendig kannte. Voller Inbrunst wurde mitgesungen, getanzt und gekreischt. Kurz nach elf war der ganze Zauber aber leider wieder vorbei. Grade mal eine Stunde standen Papa Roach auf der Bühne, aber diese Stunde war auf jeden Fall erlebenswert!