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Gut besucht, gut gelaunt und etliche Spenden. Eine schöne Bilanz für das Basler Open Air des vergangenen Wochenendes.

Open Air Basel 2016

Bereits freitags strömten 1500 Besucher auf das Kaserne-Areal. Bis die Sonne sich senkte, sassen die Besucher in Scharen im Schatten der Bäume vor dem offiziellen Festival-Gelände oder waren in der aus Rohren originell gebauten Village von den Architekten Bravo Ricky anzutreffen. Um viertel vor Neun kamen dann Cinematic Orchestra zu neunt auf die Bühne und der Platz begann sich zu füllen.

Gleich drei Techniker brachte die Band selbst mit, die dafür verantwortlich waren, die Klänge des Orchesters in all seiner Vielfalt bis in die hintersten Winkel der Kaserne zu bringen. Lieder wie To build a Home liessen die Menge schweigen. Andere wiederum liessen Bewunderung aus dem Publikum laut werden: «Wau, die haben alle so schöne Stimmen.» Melodisch aufgebaute Lieder wechselten sich ab mit chaotischen Passagen. Die Band erzählte mit ihrem Set eine turbulente Geschichte, auch wenn deren Bühnenpräsenz von den eint oder anderen  berechtigterweise in Frage gestellt wurde.

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Ganz im Gegenteil strotzte die nachfolgende amerikanische Band Battles nur so von Energie und elektrisierte einen Grossteil der Menge. Alleine das Element des Schlagzeugers John Staniers zog einen regelrecht in den Bann. Eine klare Linie war aber bei der Band vergeblich zu finden. Hätte man nicht die ganze Zeit zur Bühne geblickt, könnte man durchaus meinen, dass am Ende eine andere Band als zu Beginn spielte. Schwer einzuordnen, aber dies ist im Bereich des Experimental-Rock durchaus ein ehrenvoller Titel.

Open Air Basel 2016 Open Air Basel 2016

Es geht noch mehr

Samstags kletterte die Anzeige auf dem Thermometer nochmals um einige Millimeter und die Besucherzahl erhöhte sich auf 3500 Personen. Auch hier verschanzte sich der Grossteil der Leute bis zum Sonnenuntergang im Schatten oder trat erst nach dem obligatorischen Rheinschwumm auf das Gelände.

Open Air Basel 2016

 

Verspätet springt die amerikanische Rap-Legende Talib Kweli mit seiner Crew auf die Bühne, doch die Hände des Publikums trotzten der Bewegung seiner Luftsprünge und wanderten dabei nur schüchtern in die Höhe. Der ganze Auftritt war irgendwie unerwartet zaghaft, was auch die Stimmung im Publikum wiederspiegelte. Ein nicht allzu vielversprechender Start für das langersehnte Comeback der nachfolgenden Deutschen Rapcombo.

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Doch eben längst keine Beginner; innerst Sekunden änderte sich bei ihnen die Stimmung. Auf diesen Moment schien der Grossteil der Besucher gewartet zu haben. Zeilen wurden so gut es geht mitgerappt, denn das Trio stellte nebst den alten Bekannten eine Menge neuer Titel von dem Album Avanced Chemistry, das am 26 August erscheint, vor. Ein rund 70-minütiges Spektakel inklusive beeindruckender Spendeaktion. Ein Schlauchboot ging während des Konzertes durch die Menge und Becher aus allen Richtungen versuchten das auf den Händen der Menge treibende Ziel mit ihrer Spende für sauberes Wasser zu erreichen.

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Ein wahrlich abwechslungsreiches Wochenende, wir freuen uns auf das nächste Jahr.