Ein bisschen Roots, ein bisschen Reggae, ein bisschen Rock – so definiert Makeshift Innocence Sänger Jesse-James Cameron seine Musik. Doch hinter karibischen Sommerklängen steckt weitaus mehr, und genau das wollen die Kanadier nun auch den Europäern zeigen und touren mit ihrem Debutalbum Yours To Keep zum ersten Mal durch ganz Deutschland.

Makeshift Innocence (Steffi Sonderegger)

Makeshift Innocence (Steffi Sonderegger)

ss. Makeshift Innocence sind keine übliche Reggaeband, ebenso wenig eine typische Rockband. Makeshift Innocence machen Musik, die schwer zu beschreiben ist, aber umso leichter ins Herz geht. Denn die Musik ist vor allem eins: ehrlich, offen und voller Herzblut. Das bewiesen die beiden Kanadier bereits bei ihren ersten Auftritten im September 2012 in Berlin und Hamburg. In Kanada haben sie es längst geschafft: Jesse-James Cameron und Tammy Amstutz spielen bereits seit 2007 zusammen, gewannen unter anderem den grössten Radiopreis des Landes und gelten als eine der besten Livebands.

In unseren Breitengraden erschien erst kürzlich ihr erstes Album Yours To Keep, wovon bereits die erste Single All You Need Is Love einige Erfolge feiern durfte. Ein Song, der es in sich hat. Denn hinter der positiven Message verbirgt Jesse-James ein nicht ganz so leichtes Schicksal: Neben den drei Jahren in Jamaica lebte er als Kind eines Vaters, der im Knast sass, und einer Mutter, die drogenabhängig war, vor allem auf der Strasse. Der Sänger hatte vieles gesehen und erlebt, umso mehr liegt es ihm nun am Herzen, den Menschen eine positive Message weiterzugeben. Und wer das Glück hatte, die Band bereits einmal live erleben zu dürfen, der weiss, dass keines seiner Worte auf einer Verkaufsstrategie beruht, sondern ein ganz persönliches Anliegen verkörpert.

Auch am vergangenen Mittwochabend bei ihrem Auftritt im bayrischen Bad Hindelang gelang es den beiden Kanadiern sofort, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Genauso wie Jesse-James stand Bassistin Tammy Amstutz (mit Vorfahren aus der Schweiz) strahlend auf der Bühne, als es endlich losging. Der Gig war an diesem Abend sehr reduziert, die beiden spielten ihr kleines Set mit Gitarre und Bass begleitet, was aber für Makeshift Innocence keinerlei Problem darstellte. Innert Kürze sang und tanzte das Publikum mit. Und trotz beschränktem Zeitrahmen hängten Tammy und Jesse sogar noch einen Song an. Einen, dessen Botschaft für diese Band ganz besonders wichtig ist: One Love. Denn die Liebe ist alles, was der Mensch braucht, um glücklich zu sein. Und das war an diesem Abend jeder, der Makeshift Innocence kennenlernen durfte.

Wer die Kanadier auf der Deutschland-Tour besuchen möchte, dem sind folgende Termine ans Herz gelegt:

21.05.13 Hannover
23.05.13 Flensburg
24.05.13 Lübeck
25.05.13 Berlin
26.05.13 Hamburg
27.05.13 Köln
28.05.13 Aschaffenburg
29.05.13 Mannheim
31.05.13 Freiburg
03.06.13 Nürnberg
04.06.13 Stuttgart
05.06.13 München
07.06.13 Dresden
12.06.13 Dortmund
23.08.13 Übersee, Chiemsee Reggae Summer Festival

Fotos: Steffi Sonderegger

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