Viel Rauschen im Blätterwald gab es für die deutsche Gothic-Rock-Band ASP in jüngster Zeit. Alte Konstellationen lösten sich, neue Beziehungen wurden geknüpft und schliesslich erschien ein neues Werk: Fremd. Am 30. November präsentiert die Band das Album auf der Bühne der Zürcher X-Tra.

Alexander F. Spreng

jt.Der wohl bemerkenswerteste Wechsel im Gefüge der Band war der Abgang des sympathischen Gitarristen Matthias Ambré, genannt Matze. Es war eine Trennung aus persönlichen und musikalischen Gründen, wie das Management der Band verlauten liess. Nun war klar, dass die neue Scheibe der Frankfurter Soundschmiede nicht so klingen würde, wie es die vorherigen taten. Für einige Fans ein Abbruch ihrer Zuneigung, denn das ehemalige Mitglied der Punk-Rock-Gruppe Gabi Mohnbrot war seit der Gründung 1999 mit von der Partie und hatte mit seinem Gitarrenspiel Songs wie Ich will brennen oder Schwarzes Blut entscheidend mitgeprägt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Illustratoren Ingo Römling findet nicht mehr statt. Römling alias monozelle hatte mit seinen Artworks die allseits bekannten und aufwändigen Veröffentlichungen von ASP geschmückt.
Für Matze springt nun Lutz Demmler ein, dessen Gitarre mächtig und schwer in den Songs auf Fremd wummert, aber in Wechselbalg auch seine hellen und dominierende Seite zeigt. Das Zusammenspiel von Gitarre, Drums und den zahlreichen elektronischen Elementen scheint ausgewogener. Unverändert bleibt der Gesang von Asp, dem Kopf hinter der nach ihm benannten Band.
Was nun alle Fans des „Schwarzen Schmetterlings“ interessiert, ist, wie sich die Trennung von Matze auf die Live-Qualität der für mitreissende und atemberaubende Auftritte berühmte Band auswirkt. Wie werden die neuen Songs auf der Bühne wirken? Und kann sich Lutz Demmler in die Herzen der Zuschauer spielen? Wer diese Fragen direkt beantwortet haben möchte, besucht am 30. November das X-Tra in Zürich.

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Bild: zVg