Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Das Summer Sound Festival in Sursee mutet an wie das Moon & Stars in Locarno. Eine gehobene Stimmung gepaart mit hochkarätigen Acts. Dabei ist für jeden Geschmack etwas. Negative White besucht Sursee am Donnerstag, 23. und am Freitag, 24. Juni.

jt.Im Zentrum der Berichterstattung am Donnerstag steht YOKKO. Gewissermassen erinnert die Band, die ihre Musik gemeinhin als Post-Indie bezeichnet, an die mittlerweile aufgelöste Formation Nuuk. Wie bei Nuuk entstammt der Name YOKKO aus der nordischen Landschaft. Auch musikalisch lässt sich YOKKO vergleichen. Doch die Schweizer Newcomer mit Gegenüberstellungen zu degradieren, wäre eine allzu leichte Aufgabe.
Der Sound von YOKKO passt zum Namen wie die Faust aufs Auge. Unterkühlte Wave-Riffs treffen auf satte Synthie-Flächen, dabei stets durch die treibenden Drums beflügelt. Noch lässt sich nichts Konkretes über die Musik von YOKKO sagen, denn das Album lässt noch auf sich warten. Mit den kleinen Schnipseln auf ihrer Homepage lassen sie uns jedoch bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen. Der Refrain von Here She Comes bricht die Wolkendecke, die Welt strophenlang bedeckt hält, mit kühlen Sonnenstrahlen auf. Hallende Pianopassagen verpassen dem Song die weite der arktischen Tundra. Der Song hat sich schon jetzt in den Gehörgängen der Redaktion festgesetzt.
Wer auch nicht genug vom Klangmaterial auf der Website hat, sollte sich noch schnellstmöglich eine Karte für den Donnerstag des Summersound Festivals holen. Dann treten YOKKO im Vorprogramm von The Straits und Anastacia auf.

Am Freitag wechseln wir von den Newcomern zu einem altgestandenen Künstler. Anlässlich seiner Never Ending Tour besuchte der gealterte, aber immer noch äusserst wandelbare Sänger Bob Dylan im Zweijahres-Rhythmus die Schweiz. Veranstalter Taifun Music bringt den Musiker nun exakt einen Monat nach seinem 70. Geburtstag ans Summer Sound.
Es ist immer schwierig, über Dylan zu schreiben. In seiner langjährigen Karriere hat er immer wieder Haken geschlagen, ist über die ganze Zeit seines Schaffens stets unberechenbar, ein Mysterium geblieben. Seine Musik ist genauso vielschichtig wie er selbst und für seine Konzerte kann er aus einem riesigen Fundus an Songs schöpfen. Dylans Texte haben Menschen auf der ganzen Welt bewegt, angefangen bei den Protestsongs Masters of War und Blowin‘ In The Wind, dem zum besten Song gewählten Like A Rolling Stone, bis zu Balladen wie Blind Willie McTell oder Make You Feel My Love. Spätestens nachdem ein Spassvogel den nervenaufreibenden Song Friday von Rebecca Black mit krächzender Stimme à la Bob Dylan dilettantisch nachgesungen und damit das Gerücht, Black habe bloss gecovert, verbreitet hat, dürfte allen klar sein, dass Bob Dylan etwas Unnachahmliches an sich hat. Das ist denn auch einer der Gründe für die Faszination um seine Musik.

http://www.yokko.tv/

http://www.bobdylan.com/

www.summersound.ch