Die niederländische Symphonic Metal-Band Epica gastiert am 27. April im Rahmen ihrer Tournee zum neuen Album in der Rockfabrik Z7. Wer Epica schon live erlebt hat, sollte sich auf etwas Neues einstellen, da erst vor wenigen Wochen eine Änderung im Line-up bekannt gegeben wurde.

sax.Seit gut einem Jahrzehnt begeistert das Sextett aus Holland die Metalgemeinde mit abwechslungsreichem Symphonic Metal und auch ihr fünftes Studioalbum Requiem for the Indifferent wurde generell sehr positiv aufgenommen. Die Texte der Band waren schon immer religions- und gesellschaftkritisch und mit Requiem for the Indifferent treiben sie dies noch auf die Spitze, indem sie einen Nachruf für die gleichgültige Mehrheit der Menschheit aufzeichnen und sich somit ans Gewissen aller richten.
Simone Simons klarer Mezzosopran und die effektvoll eingesetzten Growls erzeugen zusammen mit Chor- und Orchestereinsätzen einen harmonischen Klangteppich, der gerne auch mit orientalischen Einschlägen zu überzeugen vermag. Auch wenn Epica sicher nicht zu Unrecht häufig mit Nightwish verglichen wird, – opernhafter Gesang gepaart mit harten Riffs sind Merkmale für die Musik der Finnen – hat die Band eine eigene Nische in dieser Stilrichtung gefunden und eine eigene Fangemeinde aufbauen können. Nichtsdestotrotz kann man auch eingefleischten Nightwish-Fans – insbesondere jenen, die mit der neuen Sängerin nicht glücklich sind – einen Besuch an einem Epica-Konzert nur empfehlen.
Bei ihrem jüngsten Album ist während der Produktion ein kleines Missgeschick passiert – beim Song Serenade of Self-Destruction sind Teile der Vocals vergessen gegangen, was die Erstprägung des Albums zu einem Sammlerstück gemacht hat. Das Label Nuclear Blast hat den korrigierten Song als Gratis-Download zur Verfügung gestellt und die weiteren Prägungen entsprechend korrigiert. Wer Glück hat, kann sich noch ein «defektes» Exemplar ergattern.
Am 24. März schockte Epica mit der Nachricht, dass Bassist und Gründungsmitglied Yves Huts die Band verlassen hat. Die Trennung erfolgte wegen unterschiedlichen beruflichen Interessen und ist weder Yves noch dem Rest der Truppe leicht gefallen doch stellt einen das Leben ab und an vor solche Entscheidungen. Zum Glück hat sich auch schon ein Ersatzbassist gefunden – Rob van der Loo von MaYaN und Delain. Mit seinen anderen Bands stand er schon seit Jahren regelmässig mit Epica auf der Bühne und passt perfekt ins Gefüge. Man darf also gespannt sein, wie sich Rob eingelebt hat. Für das Konzert am 27. April sind noch Karten verfügbar und wer sich einen interessanten Konzertabend nicht entgehen lassen will, sollte schnell zugreifen.

Weitere Infos zur Veranstaltung:

Z-7.ch
epica.nl

Bild: zVg