Die ersten Schweizer Jugendmedientage mögen vielleicht nur Journalisten und solche, die es zu werden versuchen, interessieren, doch am letzten Abend der Tagung nahm eine Basler Band die Bühne der Remise an der Lagerstrasse ein und boten feine Klänge.

The Drops live in der Remise (Janosch Tröhler)

jt. Debattiert wurde über die Zukunft des Journalismus, die Möglichkeiten der Social Networks und Workshops wurden abgehalten. Am Samstagabend präsentierten die Veranstalter der Jugendmedientage, die vor allem aus dem Vereinsvorstand von Junge Medien Schweiz bestand, ein Basler Quartett mit Zukunft: The Drops.
Die Musiker treffen sich mit ihrem Sound irgendwo zwischen den Lovebugs und U2. Ein Sound mit Luft nach oben. Langgezogene Gitarren-Akkorde erinnern sogleich an die irischen Rock-Superstars um Bono und The Edge – wer nicht weiss, wer das ist, schmort in der Hölle und  muss sich Musikantenstadl ansehen.
Die Mischung aus schweizerischer Bescheidenheit und internationalem Flair blies dem ehemaligen SBB-Gebäude das Dach weg, liess The Drops in angenehm frischer Herbstluft spielen und liess die Klänge über die Bahngeleise vor dem Zürcher Hauptbahnhof schweben. Schnell war klar, dass die Veranstalter mit der Band eine gute Wahl getroffen haben, spielten sie doch ihren poppigen Rock auf eine derart coole sowie professionelle Weise, wie sie selbst Musiker mit jahrelanger Erfahrung nicht auf die Bühne bringen. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, bedenkt man die Zusammensetzung des Publikums: lauter angehender Journalistinnen und Journalisten, also potentiell kritische Stimmen.
The Drops waren von Beginn weg, trotz der grossen Improvisation, freundlich und sympathisch. Mit dem tapsigen Bassisten David Bachmann konnten sie sogar den einen oder anderen Jöh-Effekt bei den Zuschauerinnen verbuchen, doch er beherrschte sein Instrument erstklassig und ebenso selbstverständlich wie die übrigen Bandmitglieder. Erstaunlicherweise war der Sound trotz miesen Verhältnissen mehr als akzeptabel. Die Musik wischte uns das in den Rucksack gepackte Wissen der Workshops für einen entspannten Moment von den Schultern.
Vor einem kleinen und schwierigem Publikum, das viel zu wenig Interaktion zwischen sich und der Band zuliess, lieferten die Basler dennoch eine solide und vor allem unaufgeregte Performance ab.

Unplugged im Newsroom (Melanie Obrist)

 

Nach der obligaten Zugabe gaben die vier Jungs sogar noch einen exklusiven Unplugged-Gig für die Mitarbeiter des Newsrooms, die permanent an der Berichterstattung der Medientage arbeiteten. So kamen auch diese Journalisten in den Genuss einer kurzen Ablenkung.

Fotos: Janosch Tröhler

[Not a valid template]

 

Weitere Infos:

The Drops

jugendmedientage.ch
jungemedien.ch
jungejournalisten.ch