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Video-Premiere: Klain Karoo veröffentlichen Cella-Remix von «Cut The Rope»

Nachdem Klain Karoo im Herbst 2017 eine überragende Debüt-EP ablieferten, legen sie nun mit einer Remix-Compliation nach. Heute präsentieren wir exklusiv den Cella-Remix von «Cut The Rope».

Es war eine der stärksten Scheiben des letzten Jahres: Mit der EP Lights Down Low erschienen Klain Karoo mit einem Knall im Rampenlicht. Die Singles Stay A Little While und Don’t Talk klingen, als würde das junge Winterthurer Quartett bereits seit Jahrzehnten am Sound feilen.

Tanzende Barkeeper

Und dann sind da noch die mitreissenden Live-Shows der Band: Am m4music zogen sie dieses Jahr das Publikum im Handumdrehen in ihren Bann. Der Auftritt im Rahmen der «HörBar» in den heimischen Winterthurer Gefilden eskalierte in purer Euphorie, als sogar die Barkeeper auf dem Tresen tanzten.

Das Potential der aufstrebenden Electro-Popper von Klain Karoo blieb nicht unbemerkt. Unlängst – so munkelt man – hätten gar grosse Player im Musikbusiness einen Narren an der Band gefressen. Konkret ist soweit aber noch nichts.

Klain Karoo live in Winterthur

Klain Karoo – nur zu dritt – live in Winterthur. Bild: Janosch Tröhler

«It was obvious that one of us would leave…»

Eigentlich wartet man nun sehnlichst auf das erste Album der Band. Doch Klain Karoo sind auch abseits noch viel unterwegs: So ist etwa die Frontfrau Carla Fellinger noch Teil des Duos Two Face Twin zusammen mit Janick Pfenninger von Tim Freitag. Auch der Tastenmann Benjamin Schmid teilt sein Talent – unter anderem auf der Bühne mit Veronica Fusaro.

Damit die Wartezeit dann doch nicht allzu düster wird, veröffentlichen Klain Karoo am 8. Juni die EP Remixes mit vier neu interpretierten Versionen ihrer Songs. Dazu liefert das Quartett auch selbst zwei eigene Remixes: Sie haben bei Recreation von Yet To Find und From Kids Monster Hand angelegt.

Cella taucht Cut The Rope in Dunkelheit

Heute präsentieren Klain Karoo den ersten Remix exklusiv hier. Der 20-jährige Zürcher Electro-Künstler Cella nahm sich der aufbegehrenden Herzschmerz-Hymne Cut The Rope an. Aus diesem donnernden, bedauernden Epos schmiedete er eine neue Version, die deutlich zurückhaltender ist.

Düster ist der Remix geworden, vom überwältigenden Original ist nichts zurück. Der Song erzählt natürlich immer noch vom absehbaren Ende einer Liebe, aber mit weniger Pathos. Vom überwältigenden Arrangement ist nichts geblieben. 

Zusammen mit dem Video von David Schneider, der hin und wieder für Negative White schreibt, scheint der Cella-Remix den Fokus von Cut The Rope zu verschieben: Der Song wirkt verzweifelter, deprimierter, aber auch wütender. Letzteres manifestiert sich auch im Video: Zum Schluss reisst sich der Protagonist das T-Shirt vom Leib und schreitet mit zwei ausgestreckten Mittelfingern in die Nacht. 

Der Cella-Remix von Cute The Rope ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig. Doch immer mehr schleicht er sich ins Gehör. Gleiches dürfte für die kommende EP Remixes gelten. Das Line-Up der Kollaborationen ist aber vielversprechend: KnoR, Dave Eleanor und Wassily interpretieren die Arbeit von Klain Karoo neu. Darauf darf man definitiv gespannt sein.

Klain Karoo

Keine Frage: Auf Remixes darf man gespannt sein. Bild: zvg