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Laut ist es geworden, als das international erfolgreiche Dreiergespann Tight Finks auf ihrer Abschiedstour im Gaswerk Winterthur Halt machte. Doch bevor das Trio aus dem Kanton Bern die Bühne erklomm, standen erst drei weitere Bands im Rampenlicht. Ein Rückblick.

Als die Deutschen von Deluded auf die Bühne stieg, war das Gaswerk noch nicht annähernd gefüllt. Die Band spielte zwar von Beginn weg mit vollem Effort ihren dreckigen Punk à la Sex Pistols, doch die wenigen Anwesenden kümmerten sich vor allem um ihren Durst. Zudem war die krächzende Stimme des Sängers unter dem Gitarren-Teppich beinahe nicht zu hören.

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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler

Das Glanzlicht von Deluded war aber zweifellos der Schlagzeuger. Mit einem kindlichen Grinsen im Gesicht bearbeitete er die Drums mit einer Begeisterung, die dem Zuschauer sogleich ein Lächeln ins Gesicht. Man konnte ihm die Freude an der Musik direkt ansehen.

Während Deluded sind immer mehr Menschen in den Saal des ehemaligen Fabrikgebäudes getröpfelt. Und als The Droogs mit ihrem Konzert begannen, war die Menge schon einiges grösser und definitiv in Feierstimmung. Die Winterthurer Truppe wusste zweifellos wie Stimmung zu erzeugen war. Mit einem poppigen Punk-Rock, der teilweise an Green Day erinnerte, allerdings ohne überproduzierte Kompositionen, fingen die Droogs die Leute sofort ein. Die Interaktion mit dem Publikum war eine Vorahnung auf das, was folgen würde. The Droogs gingen mit Geschwindigkeit und offensichtlichem Spass an die Sache. Schnelle und aggressive Songs wie Wake Up vermochten mitzureissen.

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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler

Die schon sehr gute Stimmung konnten nur Hukedicht USA noch steigern. Ihre Musik war ein rasanter Mix aus Rock’n’Roll, teilweise bluesigem Rock, ein wenig Country und fetzigem Punk. Keine Sekunde stand Sänger Elvis Trinkel still. Entstanden ist Hukedicht USA aus der bekannten Winterthurer Band Hukedicht, die sich aufgelöst hatte, nachdem Sänger Trinkel in die USA auswanderte. Dort war allerdings nicht Schluss mit der Musik, so gründete er Hukedicht USA, eben diese Band, die das Gaswerk vergangenen Samstag in den Grundfesten erschütterte. Trinkel sprang hin und her, war mal beim Bassisten, dann wieder bei der Gitarre und plötzlich stand er wieder auf die Absperrung. Er heizte mit seiner wilden Mimik allen ein. Solche Bewegung ist anstrengend, also fielen nach und nach die Hüllen bei Trinkel. Das Publikum hielt sich nicht zurück, schüttelte die Haare, tanzte ungehemmt und sorgte für die eine oder andere Bierdusche.

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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler

Nach Hukedicht USA musste man sich zwangsweise fragen: Hatten die Amerikaner eben Tight Finks an die Wand gespielt? Doch Kenner der Band aus dem Kanton Bern wissen, dass Tight Finks so einige Asse im Ärmel hatten. In ihrer bald zu Ende gehender 16-jährigen Karriere spielten die drei Finken mit den ganz Grossen des Genres zusammen: The Adicts, U.K. Subs oder den New York Dolls. Tight Finks spielen einen poppigen Punk, wie man ihn von den Buzzcocks kennt. Einprägsame Melodien, unterlegt mit schnellen und mitreissenden Gitarrenriffs. Die Bühnenpräsenz der Finks war in jedem Winkel spürbar. Beeindruckend auch die Leistung von Drummer Avarel, der gnadenlos auf die sein Instrument runtertrommelte, den Kopf bangte und dann auch noch sang. Der Gesang ist überhaupt ein markantes Merkmal der Tight Finks, denn nicht nur Avarel, sondern auch Bassist Brownie oder der Mann an der Gitarre, Jamous T.B, sangen aus vollen Lungen.

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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler
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Bild: Janosch Tröhler