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Bei strahlendem Sonnenschein öffnete das Rock the Ring am Donnerstag seine Pforten für das wartende Publikum. Mit rund 30 000 erwarteten Gästen konnten sich die Organisatoren zufrieden schätzen. 

Wieder heisst es, nach dem Rock the Ring ist vor dem Rock the Ring. Das Festival war so kurzweilig wie spannend. Viel zu schnell hiess es wieder Adieu sagen. 
Neuerungen wie die Cashless Card wurden vom Publikum positiv angenommen und erleichterten den Besuchern den Festival-Alltag. Ob sich das für die Händler gelohnt hat, konnten wir nicht herausfinden, da niemand Stellung nehmen wollte. Was wir uns aber vorstellen können, ist, dass der eine oder andere Franken gefehlt hat, den man mit dem Rückgeld in Festivallaune einfach für die Kaffeekasse gegeben hätte. 

Das Wetter hat die Organisatoren nicht im Stich gelassen und man zieht ein positives Resümee über die drei Tage. Auch seitens der Sanität und Polizei gab es keine besonderen Vorkommnisse, die das Festivalfieber hätten trüben können. 

Der Donnerstag

Die Aufgabe des Openers ist an diesem Festival immer etwas undankbar, da zu Konzertbeginn einfach noch viele Menschen am Eingang festhängen und der Platz noch nahezu leer ist.

Baba Shrimps interessierte das wenig, denn die Show war von Anfang an kraftvoll und leidenschaftlich. Mit ihrem Album Road to Rome ist Hinwil eine der vielen Stationen, die sie besuchen.
Bunte brasilianische Vibes zauberte Marc Sway mit seiner grossen Band. Farbenfroh gestaltete sich seine Präsenz und er lud die Menge zu einer freudigen Gartenparty ein. Er erwies sich als grossartiger Gastgeber, der es versteht. seine Gäste in bester Manier zu unterhalten.

Daran anknüpfen konnte Bligg, ohne dass es eine grosse Herausforderung darstellte und nahm das Thema direkt auf. Er präsentierte alles. was seine Fans hören wollten und liess fast keine Wünsche offen. Songs aus seinem neuen Album KombiNation fanden laut Anklang und das Publikum feierte ordentlich mit.

Zwischenzeitlich haben wir auch The Rob Ryan Roadshow oben auf der kleinen Bühne besucht. Trotz etwas aus dem Rahmen fallenden Sound liess sich das Publikum auf die Country-Combo ein.

Schon war es Zeit, The Gardener & The Tree auf der kleinen Bühne am Eingang zu lauschen. Das etwas intimere Ambiente hat der Band sehr gut getan. Als Zuschauer konnte man komplett mit dem kurzweiligen Auftritt mitgehen.

Energiegeladene Unterhaltung mit grossem Kino.

Das Publikum-Highlight Jan Delay stand schnell in den Startlöchern und liess keine Verschnaufpausen zu. Disko No. 1, mit denen er schon Jahre tourt, sind immer ein Blickfang und ein Garant für gute Stimmung. Was so eine Big Band leistet, ist phänomenal und macht gute Laune.

Ein Tag voller guter Musik und toller Laune ging somit vorbei. Das Wetter spielte trotz Regen-Ankündigung mit und die Besucher kamen mit ein paar vereinzelten Regentropfen davon.

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Der Freitag 

Im Gegensatz zum Donnerstag war das Gelände am Freitag von Anfang an besser besucht. Sehr zur Freude von Coreleoni, die einen Start erster Güte hinlegten. Spannungsvoll betraten sie die Bühne und legten sogleich los. Dass viele der Songs an die von Gotthard erinnerten kommt nicht von ungefähr. Leo Leoni, der Gitarrist bei Gotthard war, legte mit der kompletten Band seine Passion wie einen roten Teppich über die Bühne.

Zwar blieben wir verschont vom Regen, aber der Wind war so kalt, dass schon am frühen Abend eine Jacke empfehlenswert war.

Manfred Manns Earth Band ist mittlerweile ein Dauerbrenner an diversen Festivals, so auch dieses Jahr am Rock the Ring. Lässig wirken die Männer um Manfred Mann allemal, die Begeisterung im Publikum zu wecken, ist ihr Steckenpferd.

Black Stone Cherry war eine kleine Offenbarung an Power und Entfesselung.

Schauplatz Hinwil – Das Publikum ausser Rand und Band setzend fegte der nicht einzuordnende Stil von Black Stone Cherry  über den Platz und hinterliess hier und da ein staunendes Gesicht. Nach eigenen Angaben ist von Jazz über Jazz, Country, Soul oder Bluegrass-Musik alles vertreten um nur einige Stil-Nuancen zu nennen.

Weiter ging es mit der Lady in Black. Uriah Heep, eine Garantie für Musik, die unter die Haut geht! Ohne Schnickschnack und Extras beflügelte sie die Audienz für die Dauer ihres Auftrittes.

Simple Minds schufen einen grandiosen Abschluss eines wundervollen Festivaltages – natürlich waren alle ihre Hits vertreten und das Publikum somit vollends bedient. 

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Der Samstag

Wieder strahlte die Sonne und mit Saint City Orchestra stand eine Band auf der Bühne, die für diesen Abend sicherlich Publikumsliebling-Potenzial zeigte.
Mit ihrem fröhlichen Irish-Punk-Folk-Rock liessen sie nicht nur die Zuschauer tanzen. Echtes Herzblut mit einer derartigen Power auf die Bühne gebracht, dass keiner stillstehen konnte. Das ausführliche Interview findest du hier.

The Darkness wollten stimmlich hoch hinaus. Was den einen zu hoch war, wurde von den anderen mit tosendem Applaus und Begeisterung quittiert. Die Outfits waren den Siebziger-Jahren angelehnt und somit war auch für visuelle Höhepunkte gesorgt.

Langjährige Bühnenerfahrung stand mit Level 42 auf dem Programm. Anfängliche technische Schwierigkeiten waren schnell behoben. Die Fans standen immer dichter und feierten ihre Musiker. Der Sound war nicht von schlechten Eltern und begeisterte durchs Band.

UB40 spielten in den Sonnenuntergang hinein. Reggae-lastig wippte sich die Audienz in den Abend.

Auf der Second Stage präsentierten sich Rock in Flames und Uncle Bard & The Dirty Bastards im besten Licht. The 2nd Trail sorgten wie alle anderen, die auf der kleinen Bühne standen, dafür, dass Stimmung garantiert war. Das Hin- und Herpilgern hat sich gelohnt.

Mit Santana stand der nächste hochkarätige Act auf der Bühne, auf den sich die Besucher, die wir um ein kleines Statement gebeten haben, am meisten freuten. Santana verbreitete mit seiner kompletten Crew an Musikern und Tänzern ein unvergleichliches Ambiente. Jeder spürte es in sich und ob Bewegungstalent oder nicht, die Hüften wurden geschwungen!

Das war definitiv das Highlight des Abends. Auf Nazareth hatten wir uns sehr gefreut. Der Auftritt war aber erstaunlich nüchtern und konnte nicht an Santanas Feuerwerk anknüpfen. Stimmlich eher dünn und nach dem farbenfrohen Bouquet zuvor einfach etwas unglücklich gestaltet.

Alles in allem ein toller Festivaltag, der den diesjährigen Rahmen des Rock the Ring optimal geschlossen hat.

 

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