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Video-Premiere: Elio Ricca kämpfen mit «Dark Horse Samba» gegen Selbstzweifel

Ein schwer stampfendes Stück Musik ist «Dark Horse Samba». Mit der neuen Single hilft das St. Galler Duo Elio Ricca, die Selbstzweifel zu bekämpfen.

Irgendwo in einem St. Galler Probekeller. Der 23-jährige Philip und der 25-jährige Elio schrauben an ihrem Sound. Zusammen nennen sie sich Elio Ricca, das Duo erblickte vor gut fünf Jahren das Licht der Welt. Die beiden Musiker arbeiten an ihrer neuen Single Dark Horse Samba; es ist der zweite Anlauf. Den Song, den sie 2017 schon einmal aufgenommen haben, jeder seine Parts für sich. Das Resultat überzeugte sie nicht.

Live-Gefühl und Selbstzweifel

Elio Ricca wiederholten die Aufnahme der Single. Zu zweit stehen sie im Bandraum – ohne Click, ohne doppelten Boden – und nehmen Dark Horse Samba noch einmal auf. Sie versuchen, das Gefühl des Live-Konzerts einzufangen.

Hört man Dark Horse Samba heute, ist Elio Ricca dieses Unterfangen gelungen.

Fünf Minuten und 32 Sekunden dauert ihr beklemmendes Werk. Dark Horse Samba ist ein bizarres Konstrukt aus explodierenden Sternen, abgründigen Grunge-Riffs und verzweifelter Melodie. Elio Ricca erzählen davon, wie man sich sein eigenes Grab schaufelt, ganz von Selbstzweifeln zerfressen. Doch der vertrackte Song ist auch Ausbruch aus der Negativspirale, in die sich Dark Horse Samba zuerst hineinstürzt – symbolisiert durch den Geschäftsmann im Video.

Beeindrucker Low-Budget-Film

Für das Video zur Single haben Elia Ricco erneut keinen Aufwand gescheut. Bereits mit der Visualisierung zu Surveillance gaben sie alles – und gewannen am Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb 2016. Im neuen Video verbildlichen sie Dark Horse Samba mit einer Selbstfindungsreise. Wenn auch nur im Kopf, verliert sich der Protagonist im immergleichen Alltag, entfremdet sich vom Menschsein, bis er durch die Musik zur Erlösung findet.

Unter der Regie von Elio selbst enstand so ein weiterer Kurzfilm, dem man das kleine Budget kaum ansieht. Geschnitten von Jussuf Lieberherr, reihen sich Szenen in Wäldern und auf Wiesen, in der Grabenhalle und im Schaffhauser «Kesslerloch» aneinander.