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Die Irish-Punk-Truppe Flogging Molly war wieder zu Gast in Zürich. Ein Rückblick.

Die Erwartungen waren hoch, wie immer, wenn Flogging Molly in die Schweiz kommen. Und wie jedesmal wurden diese Erwartungen vollkommen erfüllt, wenn nicht gar übertroffen. Die Vorband hat den Abend perfekt eingeläutet und Flogging Molly verwandelte diese Vorlage in einen vollen Erfolg. So viele glückliche, tanzende, hüpfende, rudernde und jubelnde Menschen an einem Dienstagabend, ist eine wirkliche Seltenheit und dafür sollte man dieser Band wirklichen Respekt zollen.

Bild: Evelyn Kutschera

Am 22. Februar 2019 füllten sich die Hallen des Volkshauses, kurz nach acht legte die noch recht unbekannte Tessiner Vorband Make Plain mit ihrem Programm los. Rockige Klänge, sympathische Stimme, guter Mitklatsch-Takt und sogar ein paar Sätze auf Schweizerdeutsch hatten uns die Tessiner mitgebracht. Ihre Musik beweist, dass zwei Gitarren, ein schlauer Text und eingängige Melodien vollkommen ausreichen um unterhaltsame, gute Musik zu machen. Die Melodien sind eine gelungene Mischung aus Folk, Rock und Blues.

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Bild: Evelyn Kutschera
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Bild: Evelyn Kutschera
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Bild: Evelyn Kutschera

Gerade die Mischung aus Folk und Rock liefern eine hervorragende Vorlage für die heiss ersehnte Hauptband Flogging Molly. Schon beim ersten Lied standen die Zuschauer auf den Tribünenplätzen auf, um mitzutanzen, zu klatschen und mitzuhüpfen. Gemeinsam wurde der Geburtstag des Sohns eines Bandmitglieds besungen und ein Tribut an Aretha Franklin gespielt und besungen. Wie gewohnt, gab es eine Zeitreise durch die komplette Albumgeschichte von Flogging Molly, die meisten Klassiker wurden gespielt, natürlich viele neue Songs aus dem neuen Album und immer wieder betonte Dave King mit seiner beruhigenden Stimme, wie sehr er die Schweiz und die Auftritte in der Schweiz lieben würde.

Die Schweizer wiederum lieben die Band aus Los Angeles, mit ihren irischen Klängen und der guten Laune, die sie jedes Mal mitbringen. Das bringen sie zum Ausdruck, indem das sonst so tanzfaule Völkchen sich bei dieser Band doch ans Herz fasst und mithüpft, mittanzt und unaufgefordert Circle Pits, Polonaisen und Schunkelreihen bildet. Bei den richtigen Songs wird sich sogar grossflächig hingesetzt und ordentlich mitgerudert. Ein Spektakel! Zwischendurch würdigt uns die Band mit einem Trinkspruch, einer kleinen Anekdote oder einem Kompliment für ausgefallene Frisuren.

Bild: Evelyn Kutschera

Klingt alles absolut perfekt? Nun, das war es auch… fast. Denn leider war die Stimme von Dave King sehr leise abgemischt. Zum Glück pendelte es sich im Verlauf des Abends wieder ein wenig ein, aber die ersten vier Lieder verstand man kein Wort, von dem, was er sonst klar und deutlich ins Mikrofon sang. Wirklich schade! Gut, dass die Menge die meisten Texte auswendig kannten und diesen technischen Fauxpas mit lautem Mitsingen einigermassen ausglich. Jetzt müsste es nur endlich mal ein Konzert an einem Freitag geben, dann würden bei der Zugabe nicht schon die Hälfte der Leute fehlen.

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Bild: Evelyn Kutschera
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Bild: Evelyn Kutschera
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Bild: Evelyn Kutschera