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Wüstenrock aus Oslo. Seit diesem Wochenende steht eine neue Scheibe einer unbekannten Band eines norwegischen Duos auf dem Markt. Morudes gibt mit «Sinister Beats» ordentlich Gas.

Die Single Magnet City gleicht anfangs einer Acid-Version von Johnny Cashs Personal Jesus, nimmt allerdings immer mehr Spuren von Queens Of The Stone Age oder Royal Blood an. Für mich war klar, von denen muss ich noch mehr hören!

Obwohl die die Gebrüder Amund und Henrik schon seit Ewigkeiten zusammen Musik machen, folgt nun erst seit mehreren Jahren die erste Platte der Band. Und die haut deftig rein. Abwechslungsreicher und verdammt bluesiger Stoner Rock mit einer beachtlichen Dosis Psychedelic Rock, wie man es von einem Duo nicht erwarten würde.

Die meisten Songs haben für ein Duo eine betrachtliche Länge, die meisten über vier Minuten. Ohne dass es langweilig wird. Viele Stileinflüsse, viel Abwechslung. Der Name ist Programm: Sinister Beats – hypnotiesierend und teuflisch verführerische Beats. Das Haus der Gebrüder Morudes muss wohl eine Exklave der Stoner-Rock-Geburtsstätte Palm Desert sein.

Tracklist

Die neun Songs des Albums, dazu neun Bands, an welche mich die Musik der Brüder erinnern.

  1. Across My Bed – Für Fans von Them Crooked Vultures
  2. True Love – Für Liebhaber von Reignwolf
  3. House Where Love Is Gone – Für Bewunderer von The Kills
  4. Magnet City – Johnny Cashs Personal Jesus im Palm Desert-Style
  5. I Believe – Für Groupies von Triggerfinger
  6. Never Ever – Für den alle, die bei White Stripes schmachten
  7. The Crown – The Black Keys auf Steroiden
  8. Six Feet Under – Buddy Guy lässt grüssen
  9. Need Another One – Für zartbesaitete Graveyard-Nostalgiker

Ein frisches und junges Rock-Duo, welches zu beobachten gilt. Bis jetzt stehen zwar nur Konzerte in Norwegen an, so bleibt zu hoffen, dass sich die Brüder hoffentlich schon bald in die Schweiz verlaufen. Bis dahin, Scheibe auflegen und geniessen.