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Wer kennt ihn schon nicht, «Chelsea Dagger», den Überhit schlechthin der Fratellis. 2006 veröffentlicht, 2007 aber dann erst so richtig durchgestartet und von da an nicht nur in den Clubs ein Dauerbrenner, sondern auch im Radio, im Fussballstadion, im Bierzelt… kurzum: Einfach überall. Aber das ist schon ein paar Jährchen her. Was wurde eigentlich aus den Fratellis?

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Werden das Publikum zum Kochen bringen! (Foto: zvg)

ds. Aber erst mal von Anfang an, weil kann ja durchaus sein, dass nicht gerade jeder aufspringt und «Dö dö dö, dö dö dö…» los grölt, wenn er nur den Namen The Fratellis an den Kopf geworfen bekommt. The Fratellis wurden 2005 von John Lawler, Gordon McRory und Barry Wallace gegründet. Nein, sie sind keine Brüder und sie sind auch keine Italiener. Sondern Schotten die einfach Gefallen an dem Namen gefunden haben. Mit ihrer selbstbetitelten EP, die The Fratellis im April 2006 veröffentlichten, haben sie direkt die britische Musikpresse für sich gewonnen und wurden bereits als Newcomer des Jahres gefeiert. Mit einer Menge eingängigen Melodien, stampfenden Beats und einer Priese Glam verleihen sie ihrem Indie-Rock eine spezielle Note. Ihr Debütalbum Costello Music schoss folglich auch geradewegs auf Platz zwei der britischen Charts vor. Und in der Tat hat das Album viele Hits und Ohrwürmer zu bieten: Nebst Chelsea Dagger, Henrietta und Flathead für die Tanzfeten, mit Whistle For The Coir auch was fürs Herz.

Auf dem zweiten Album Here We Stand, welches im Juni 2008 erschien, waren The Fratellis versucht für ihre Lieder weniger banale Sing-Alongs zu kreieren, liessen aber gleichzeitig die einprägsamen Melodien etwas auf der Strecke. Durch die vielen PR-Termine und nie zu Ende gehen wollenden Tourneen seit ihrem Durchbruch, begannen das Trio zunehmend zu zermürben. Nach einer abgesagten Europatour im Herbst, wurde es im Folgejahr auch nicht wirklich leichter neue Energie zu tanken. So entschieden die Fratellis im Sommer 2009 einen Schlussstrich zu ziehen und sich zu trennen.

Nachdem jeder für eine Weile eigene Projekte in Angriff nahm, entschlossen sich The Fratellis im vergangenen Jahr wieder einige Shows zusammen zu spielen. Nach einer Hand voll Konzerte wollten sie Nägel mit Köpfen machen, verkündeten ihr Comeback und begaben sich wieder ins Studio. In lediglich drei Wochen nahmen sie ihr drittes Album We Need Medicine auf. Obwohl die Platte in die selbe Kerbe schlägt wie Costello Music damals und auch die tanzbaren Melodien wieder zu genüge vorhanden sind, blieb der kommerzielle Erfolg für das Album aus. Wirft man jedoch einen Blick auf die Homepage der Fratellis, muss man zur Kenntnis nehmen, dass bereits viele Daten ihrer aktuellen Tour ausverkauft sind. Wer also bisher noch gezögert hat, sich ein Ticket für das Zürcher Konzert am 7. Dezember zu besorgen, dem sei der Vorverkauf ans Herz gelegt.

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