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Früher stand die Band Lost Area für einen dichten Elektronik-Dschungel. Mit einschneidenden personellen Veränderungen hat sich ihr Sound verändert. Mit „Destroying Something Beautiful“ präsentieren Lost Area das gesunde Verhältnis von Maschine und Mensch.

jt. Ganz verzichteten die vier Männer nicht auf elektronische Elemente, doch die organischen Anteile wie die Gitarre spielen eine deutlich tragendere Rolle. So konnten düstere, aber tanzbare Songs entstehen. Crashing Down gehört mit dem durchgehenden, pumpenden Beat und spielerischen Gitarren-Bögen in jene Kategorie. Auch der Einstiegstrack Nobody zeichnet sich durch das zweispurige Band von Synth-Melodie und konstanter Bass-Drum aus, während sich schwere Gitarrenriffs wie aufziehende Gewitterwolken über die Szenerie legen.
Hingegen sorgt I’m here für die nötige Abwechslung. Eine klassische Gothic-Ballade mit Klavier und Streicher, die zwar mit dem Kitsch spielt, doch durch die Stimme von Sänger vDiva stets am Boden der Tatsachen bleibt. Auch The way we used to be spielt mit den gleichen klassischen Elementen und bereitet explosiven, abschliessenden Song I don’t love you vor.
atürlich ist vDiva aussschlaggebend für den neuen Klang von Lost Area, wie das immer der Fall ist bei einem Wechsel des Gesangs. Die charismatisch tiefe Stimme von vDiva lässt der Band auch nach den Veränderungen Einzelartigkeit und wird neue Begeisterung in denen wecken, die vorher nichts mit Lost Area anfangen konnten.
Mit dem frischen Blut wagt sich das Quartett an neue Rhythmen, melodiösere Passagen und gibt der Musik grösseren Spielraum. Als Ergebnis kann sich Destroying Something Beautiful zeigen, auch wenn zwischen den Songs streckenweise zu wenig Unterschiede bestehen. Aber der neue Sound hat Potential, welches man ihm nicht absprechen kann.

Line-Up: vDiva (Gesang, Producing), Jan Bertram (Keyboard, Producing), Chris Fox (Schlagzeug), Fabian (Gitarre)

Release: 22. September 2012

Tracklist:
01. Nobody
02. Sun is still shining
03. Black Storm
04. You are alive
05. Leave me alone
06. I’m here
07. Yesterdays
08. A place called home
09. Mask
10. Breakdown
11. Crashing Down
12. The way we used to be
13. I don’t love you