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Fünf Jungs aus Cambridge, ausgezogen um die Welt zu erobern. Die Weltherrschaft ist wohl nicht gerade ihr oberstes Ziel, dafür spielen sie Musik. Endlich ist ihr erstes Album fertig und wir haben es uns für euch angehört.

Zwischen den instrumentalen Tracks Intro und Outro betten Lonely the Brave ein Dutzend Rocksongs auf ihrem Debutalbum ein. Was gleich auffällt, ist die rauchige Stimme von David Jakes, dem Sänger des Quintetts aus Cambridge und der satte Sound der Gitarren, der sich gekonnt über das wuchtige Gefüge von Schlagzeug und Bass legt. Mit Trick Of The Light steigt Lonely the Brave ruhig ins Album ein, intensiviert aber während dem Song den Druck. Ein erstes Highlight folgt mit Backroads: Ein sehr emotionales Stück über Hoffnung und Freiheit.

Islands zeigt, wieso die Briten ihren Sound Doom-Pop, auch wenn sie sich damit deutlich unter Wert verkaufen, nennen: Düster, bedrückend und dennoch macht der Song Laune. Die Scheibe wird mit dem rein instrumentalen Untitled kurz unterbrochen – eine nette Atempause zwischen diesen atmosphärisch wahnsinnig dichten und treibenden Songs. Generell stechen wenige Songs wirklich heraus aus dem Mix. Aber nicht etwa, weil das Album langweilig wäre, im Gegenteil. Es ist einfach durchs Band gleichbleibend sehr gut und hat keine Hänger.

Der Titeltrack The Day’s War fällt durch seine Kürze und dem Umstand, dass es der einzige akustische Song auf dem Silberling ist, auf. Er fungiert allerdings hervorragend als Opener für einen der stärksten Songs des Albums: Call Of Horses. Der Track umfasst alles, was die Band so grossartig macht: Tiefgreifende Lyrics, vorgetragen von einer Stimme, die an 50jährigen Whiskey und verrauchte Kneipen erinnert; eine Soundwalze, die einen zu überrollen droht wie eine Welle am Strand von Oahu, Hawaii; gefühlsgeladen ohne kitschig zu wirken.

Mit ihrem Debutalbum haben Lonely the Brave den Grundstein für ihre Karriere gelegt und bei dem Potential, das die Band hat, wird man sicherlich noch öfters von ihnen hören.

The Day’s War

4
/5
1. September 2014

Release

Hassle Records

Label

Tracklist

  1. Intro
  2. Trick Of The Light
  3. Backroads
  4. Islands
  5. Dinosaurs
  6. Deserter
  7. Untitled
  8. Kings Of The Mountain
  9. Victory Lane
  10. Black Saucers
  11. The Blue, The Green
  12. The Day’s War
  13. Call Of Horses
  14. Outro