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Man nehme Denglisch, einen Schuss Marilyn-Mansoneskes Make-Up und überdrehten Rammstein. Schon hat man «Praise Abort», die erste Single von Lindemann. Da ist noch Potential.

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Als Rammstein-Sänger Till Lindemann und Metal-Tausendsassa Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) ihre Kooperation im Projekt Lindemann und dem Album Skills In Pills bekannt gaben, schossen die Erwartungen in astronomische Höhen. So hoch, dass sie nur schwer zu erfüllen sind.

Am 29. Mai 2015 veröffentlichte das Duo nun die Single Praise Abort. Dabei ist man sich nie sicher, ob das germanifizierte Englisch von Till Lindemann echt ist oder ob er lediglich damit kokettiert. Der Song sollte man vielleicht gerade deshalb etwas ironisch nehmen.

I hate my life,
And I hate you.
I hate my wife,
And my boyfried too.

Lindemann predigen Abtreibung. Damit schockt man höchstens noch ein paar fundamental-christliche Hinterwäldler. Wer auf subtile Gesellschaftskritik in martialischem Gewand wie bei Rammstein hoffte, wird zumindest mit Praise Abort enttäuscht. Auch musikalisch vermag der Song nicht wirklich zu überzeugen. Etwas weniger hart wie Rammstein, etwas mehr Electronic, aber Tägtgren, der sämtliche Instrumente eingespielt hat, komponierte bei Hypocrisy oder Pain schon besser.

Bei Lindemann ist definitiv noch Luft nach oben vorhanden. Da können wir hoffen, dass die beiden Herren ihr Pulver noch nicht verschossen haben.

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