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Mit Rotting Repugnancy, Dust Bolt, Mpire of Evil und als grosser Headliner Obituary wurde es am Sontag 25. Januar 2015 in der gut besuchten Schüür in Luzern richtig laut.

Obituarys Donald Tardy in seinem Element (Foto: Sacha Saxer)

Obituarys Donald Tardy in seinem Element (Foto: Sacha Saxer)

Von Christoph Gurtner

15 Minuten nach Tür und Saalöffnung, stand mit Rotting Repugnancy schon die erste Band auf der Bühne und versuchte dem zurückhaltenden Publikum einzuheizen. Die Death Metaller aus Midlands (UK) preschten los und zogen das hohe Tempo bis zum Schluss ihres gut 30 minütigen Gigs durch. Das Publikum dankte es mit artigem Applaus und widmete sich wieder den kühlen Blonden in der Hand.

Nach kurzer Umbaupause ging es in die nächste Runde. Mit Dust Bolt stand eine junge deutsche Thrash Metal Band auf der Bühne die erst 2006 in Landsberg am Lech, Bayern, gegründet wurde, aber schon beachtliche Erfolge feiern konnten. So waren sie bereits im Vorprogramm von Sepultura und Napalm Death unterwegs.
In der Schüür kam Ihr Sound, der stark an Metallica und Co erinnert, sehr gut an. Auch die Besucher von unten kam in den oberen Stock und headbangten munter los. Die Stimmung wurde immer besser und die Band bedankte sich nach fast jedem Song euphorisch bei den Fans.

Mit Mpire of Devil stand ein Trio aus Newcastle (UK) auf der Stage und zeigten gleich, wo es lang geht! Bassist und Sänger Tony «Demolition Man» Dolan hielt nichts vom Saiten zupfen, deshalb spielte er seine vier Saiten wie eine normale Gitarre. Die Songs hatten nicht viel Text, deshalb traf sich der «Demolition Man» immer wieder in der Mitte der Stage mit Gitarrist Jeffrey Mantas Dunn zum gemeinsamen Spielen.
Hinter den Trommeln sitzt mit Marc «JXN» Jackson, der Einzige, der nicht schon bei Venom, ein Bandprojekt, in welchem Tony und Jeffrey spielten, dabei war.
Mpire of Devil überzeugten mit altem Songmaterial und brachten ordentlich Stimmung in den nun sehr gut gefüllten Saal.

Das Highlight des Abends und der Grund, wieso sich rund 400 Metalheads in Luzern trafen, war aber Obituary. die auf Ihrer «Inked in Bood»-Tour an diesem Abend ihr einziges Schweizer Konzert gaben.
Die Band aus Brandon (Florida) wurde 1984 als Executioner gegründet und änderte den Namen 1989 in Obituary. Sänger John Tardy und seine Männer gehören mit ihrem harten Sound zu den einflussreichsten Bands in Sachen Florida Death Metal.
Das Publikum ging bei jedem Song gut mit und dankten der Band mit tosendem Applaus.
Nach 90 Minuten schweisstreibendem Pogen und Headbangen wurden die Besucher/Innen glücklich in die kalte Januarnacht entlassen.

Fotos: Christoph Gurtner & Sacha Saxer