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Eine wahrlich königliche Stimmung machte sich an diesem besonderen im Z7 breit. Des Königs Halunken als Vorband spielen zu lassen war eine grandiose Idee. Denn die lustigen Gesellen taten alles um das magere Publikum zu begeistern und in Stimmung zu bringen. Und als Corvus Corax dann kurz nach 21.30 Uhr auf die Bühne trat, war die Vorfreude gross. Das Konzert lässt sich in zwei einfache Worte zusammenfassen: einzigartig genial!

Das erste der letzten Konzerte, der Schweizer Mittelalterband Des Königs Halunken gaben sie im Z7. Die traurige Meldung, dass sich die Halunken auflösen, hat sich scheinbar noch nicht herumgesprochen, denn die Halle war erschreckend leer. Gerade mal 100 Leute standen vor der Bühne und bejubelten die Band und bejammerten ihre angekündigte Auflösung Ende Jahres. Des Königs Halunken liessen sich jedoch von der kleinen Fangemeinde nicht beirren und spielten fröhlich ihre Lieder, gaukelten auf der Bühne herum und schienen ganz offensichtlich Freude an dem was sie tun, zu finden. Ein weiteres Highlight war, dass der König sich beim letzten Lied herabliess seinen gewaltigen Dudelsack inmitten der Menschenmengen zu spielen. Nach einer Stunde gaben sie dann erschöpft an Corvus Corax weiter. Sie selbst gesellten sich wie gewöhnlich unters Publikum, genossen ein paar Bierchen und verschenkten Autogramme.

Kurz nach halb Zehn war es dann soweit. Corvus Corax wurde von einem in einer Kutte gekleideten Mönch angekündigt, der uns die Geschichte von Corvus Corax erzählte und ankündigte, dass sie direkt vom hohen Norden zu uns kommen. Mit fantastischen Kostümen und in Nebel gehüllt erschienen die sieben Spielleute mit ihren Instrumenten auf der Bühne. Die Show war fantastisch, man fragte sich nach der ersten Hälfte schon, ob es überhaupt ein Instrument gibt, das die Herren nicht spielen können. Und plötzlich war auch die Halle gefüllt. Ob Dudelsack, Flöte, Pfeiffe, Schalmei, Alphorn oder allerlei Trommeln, alles war vorhanden, alles wurde gespielt und perfektioniert. Volle zwei Stunden feierten die Könige mit uns. Bei dem Lied Trinkt vom Met stellten sie eine Met-Rutsche auf und teilten den süssen Trunk mit dem Publikum. Das Lied spielten sie später am Abend noch einmal, mit der gleichen Prozedur. Das Publikum feierte, jubelte und tanzte. Natürlich wurde auch geklatscht, mitgesungen und mitgehüpft! Kurzum war es einzigartig genial und die Könige der Spielleute haben ihrem Namen alle Ehre gemacht.