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Miss Vielseitig durfte man am vergangenen Sonntag im Volkshaus begrüssen. Mit grosser Stimme präsentierte uns Nelly Furtado eine perfekte Show – dem Publikum hat‘s gefallen.

Nelly-Furtado - Promo 001

jk. Die Stimmung der Gäste war idyllisch, als die 35-Jährige mit ihrem neusten Hit Spirit Indestructible den Anfang machte. Daraufhin begrüsste sie das Volkshaus mit einem herzlichen «Guete Abig mitenand».
Die nächsten Songs, wie Day and Night und Powerless, brachten das Publikum in Hochfahrt; es wurde mitgeklatscht, mitgetanzt und lauthals mitgesungen. Dieses Klima der Begeisterung für die nur 158 cm grosse Grammy-Preisträgerin beherrschte den Saal bis zum Schluss. Vor allem mit mehreren gefühlsvollen Balladen, konnte sie ihre kräftige und klare Stimme zum Ausdruck bringen, sodass das Publikum zu schmelzen begann. Die Zuschauer zeigten alle Generationen von Jung bis Alt, sie kamen mit Freunden, Partnern oder sogar allein, um die portugiesisch-kanadische Sängerin live erleben zu dürfen.
Der wohl berühmteste Song von ihr I‘m Like A Bird, welcher schon 13 Jahre alt ist, performte sie mit einer unvergleichlichen Leichtigkeit, was auch den grössten Applaus des Abends einbrachte. Mit Turn off the Light setzte sie noch einen drauf. Durch den eher jazzigen Song Quando, Quando, Quando (im Original mit Michael Bublé) versetzte Nelly Furtado den Saal in Schwärmerei. Mit weiteren Kuschelsongs rückten die unzähligen Paare immer näher zusammen.
Gegen den Schluss sorgte die junge Dame mit einem selbstgemachten Foto vom Publikum für gekonnte Abwechslung – alle strecken ihre Hände in die Luft und johlten ausgelassen. «Why all the good things come to an end?», rief sie mehrmals ins Publikum und setzte zu ihrem berühmten Song All Good Things an. Beim Refrain sang der ganze Saal ungezügelt mit. Doch bei keinem Lied wurde so fest mitgesungen, wie bei High Life. Es war das absolute Highlight als Furtado und die Band «La La La»-Schilder in der Luft herumschwankten und sie zum Schluss einen Rap hinlegte.

Ihre grosse Erfahrung auf der Bühne machte sich bemerkbar, und was ich persönlich angenehm fand, waren die vielseitigen Stilrichtungen von Jazz über Latin bis hin zu Hip-Hop. Es war sicherlich ein gelungenes Konzert, nach meinem Geschmack jedoch etwas zu kurz, mit nur knapp 1,5 Stunden.