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20 Jahre Subway To Sally. 20 Jahre voller Erinnerung und Traditionen. Eine solche Tradition ist die Eisheilige Nacht, die auch dieses Jahr im Z7 in Pratteln gefeiert wurde. Mit einem speziellen Line-Up wurde das Jubliäum begangen.

Es standen Fejd, Russkaja, Die Apokalyptischen Reiter und Subway To Sally gleich zweimal auf der Bühne der Konzertfabrik. Den stets undankbaren Start durfte Fejd absolvieren, während viele Besucher überhaupt erst ankommen mussten oder sich noch vor der Halle verpflegten. Wirklich begeistert hat die schwedische Folk-Metal-Band jedoch nicht. Gefehlt hat vor allem die Abwechslung zwischen den Songs.

Russkaja waren dagegen ein ganzen Kaliber. Die Band aus Wien heizte mit einer heissen Mischung aus russischer Folklore, Ska und Polka dem Publikum ein. Die rasanten Songs sorgten am Abend erstmal für Stimmung. Sänger Georgij Alexandrowitsch Makazaria wusste die Leute zu packen und zu animieren und war zeifellos das unanfechtbare Zentrum des Auftritts.

Wer die Apokalyptischen Reiter kennt, wusste, dass nochmals eine Steigerung bevorstand. Es war noch nicht der Weltuntergang, doch immerhin eine explosive Show. Die Stimmung blieb nach Russkaja unverändert gut, nur was die Härte des Sounds anging, drehten die Reiter nochmals an den Reglern. Und das zu Recht!

Subway To Sally – klar die Helden des Abends – traten gleich zweimal vor dem Publikum auf. Zwischen Russkaja und Die Apokalyptischen Reiter spielten sie ein leider kurzes Set aus älteren Songs. Dafür kam man so etwa in den Live-Genuss von Sag dem Teufel. Die musikalische Entwicklung zwischen den beiden Sets bedeutete auch jene, die Subway To Sally tatsächlich absolviert hatte. Das zweite Set war denn auch einiges härter. Folk- und Mittelalter-Elemente werden zugunsten von mehr E-Gitarre zurückgenommen. Das ist grundsätzlich kein schlechter Ansatz, denn die Lieder reissen trotzdem mit. Mit einer Pyro-geladenen Show rockten Subway To Sally durch ihre Discographie. Von Kleid aus Rosen über Besser Du Rennst bis zu Veitstanz. Ein schöner Effekt waren die nahtlosen Übergänge zwischen den Songs. Die Potsdamer Band verzichtete auf nostaligische Sentimentalitäten, sondern feierten, indem sie eine – wie gewohnt – einwandfreie Performance ablieferten und das Publikum begeisterten. Der Abend war definitiv einer Geburtstagsfeier würdig.

Persönliche Anmerkung: Ich habe nichts dagegen, wenn Konzertbesucher in Ruhe – also einfach dastehend – den Abend geniessen möchten. Absolut kein Verständnis habe ich, wenn man das in den vorderen Reihen macht und danach unwahrscheinlich aggressiv wird, wenn man am Rande eines Moshpits angerempelt wird – an einem METAL-Konzert!

Wieso gibt es keine Konzertfotos?

Vor Ort wurde unserem Fotografen Sacha Saxer mitgeteilt, dass der Fotograben gesperrt sei und nur Fotos aus dem Publikumsbereich gemacht werden können. Negative White protestiert gegen solche kurzfristige Regelungen, zumal das Z7 an einem Sonntag nicht gut zu erreichen und wieder zu verlassen ist. Deshalb publizieren wir lediglich ein Artikelbild.