Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Am Mittwoch war mit den Österreichischen Symphonic Metal Bands Visions of Atlantis und Serenity sowie den US-Amerikanern Kamelot viel Power auf der Luzerner Schüür-Bühne zu sehen und hören.

Gastartikel von Christoph Gurtner

Visions of Atlantis heizte dem noch etwas zurückhaltenden Publikum schon mal kräftig ein. Da war die Spielfreude bis in den Kühlschrank an der Bar zu spüren. Aber nicht nur das musikalische Handwerk der Österreicher überzeugte; auch die hübsche Sängerin Clémentine Delauney vermochte nicht nur das männliche Publikum zu entzücken.

Die im Jahre 2000 von Gitarist Werner Fiedler gegründete Band hatte an diesem Abend ein kurzes Set von knapp 45 Minuten, nutzte die Zeit dafür richtig gut und lancierten so einen tollen Metal-Abend unter der Woche.

Danach machte sich der offizielle Fanclub von Serenity bereit um ihren Helden nahe zu sein und sie voll zu unterstützen. Zugleich fühlte sich der Saal langsam. Serenity kommen ebenfalls us dem österreichischen Tirol. Mit Lederhosen und Handorgeln haben sie aber nichts am Hut. Nach einem kurzen Intro legten Georg Neuhauser und seine Truppe mit Atlanticus und Follow Me gleich richtig los. Frontmann Neuhauser war bestens gelaunt und animierte das langsam wach werdende Publikum zum Klatschen und Hüpfen.

Serenitys Set war mit Songs aus ihrer gesamten Schaffenszeit seit 2001 bunt durchmischt und bot von kraftvollen Symphonic Metal bis zu sanften Balladen mit Akustikgitarrenbegleitung alles. Als Duettpartnerin überzeugte die stimmgewaltige Natscha Koch.
Da es die letzte Show auf der aktuellen Tour ist, wurde Neuhauser mit Auszügen aus Pornoheften «beglückt». Er nahm es gelassen und schenkte das Präsent weiter an Drummer Andreas Schipflinger und Bassist Fabio D’Amore. Für den einen oder anderen Lacher wird sicher auch das GoPro Video sorgen, das Neuhauser während den letzten Songs drehte. Faxen mit Fabio D’Amore inklusive.

Nach gut einer Stunde war dann der letzte Change Over für Kamelot dran. Mit einer kleinen Bühnenverlängerung ins Publikum suchte die Band um den charismatischen Frontmann Tommy Karevik immer die Nähe zu ihren Fans, welche die Band mit textsicherem Mitsingen unterstützte. Plötzlich waren alle hellwach in der Schüür. Die mitreissende Show der Power Metaler lies keinen kalt auch hier merkte man schnell, dass die Band zwar routiniert aber nicht durchstudiert einfach ihr Programm runterspielte, sondern echt Freude an der Musik hatte. Auch die Backgroundsängerin kam ab und zu nach vorne und beeindruckte mit Ihrer Stimme.

Nach dem Drum Solo von Casey Grillo ging das Konzert seinem Ende entgegen und das Luzerner Publikum wurde nach diesem Höhepunkt in die kalte Aprilnacht entlassen. Sicher hatte niemand den Besuch bereut, den an diesem Abend hatte von der Soundqualität bis zur Biertemperatur wirklich alles gepasst.