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Nach einem äusserst erfolgreichen Festivalsommer mit Auftritten am Wacken Open Air und am M’Era Luna meldet sich die Dortmunder Formation um den umstrittenen Frontmann ASP mit einer Tour zum aktuellen Album «Maskenhaft – Ein Versinken in elf Bildern» als Headliner zurück.

Nach mehreren Festivals beehrt ASP einmal mehr die Schweiz. (Sacha Saxer)

Nach mehreren Festivals beehrt ASP einmal mehr die Schweiz. (Sacha Saxer)

 

sax. Am 16. Oktober sieht Pratteln einmal mehr schwarz, denn die deutsch Gothic-Rock-Combo ASP beehrt die erwürdige Halle des Z7 mit einem ihrer seltenen Auftritte in der Schweiz. Unterstützt werden sie dabei von der Zürcher Band Koraktor, die mit ihren dunklen, vernebelten und äusserst stimmungsvollen wie auch ausdrucksstarken Auftritten und ihrer Musik sich schon längst eine eigene Fangemeinde in der Schwarzen Szene geschaffen haben. Den Platz als Supportact für ASP haben sie in einem Wettbewerb, bei welchem die potentiellen Besucher darüber abstimmen konnten, wen sie als Vorband sehen wollen, verdient gewonnen. Trotz des Names Koraktor und dem Krabat-Album von ASP besteht allerdings keine Verbindung zwischen den beiden Künstlern und auch musikalisch wird alles andere als Einheitsbrei aufgetischt. Düster, ja fast morbid ist der Sound der Zürcher und noch düsterer wird ihr Auftritt werden. Sie alleine sind schon die Reise nach Pratteln wert.

Mit Ich will brennen ist ASP vor Jahren ein Riesenhit in der Schwarzen Szene gelungen und auch heute noch wird der Track regelmässig an Gothic-Parties gespielt. Lange wurde ASP auf seinen Liederzyklus um den Schwarzen Schmetterling reduziert, den er 2007 mit Requiembryo, dem fünften Teil des Werks, vollendete. Zyniker fanden, ASP gingen die Ideen aus, griff er doch für die Tracks des Albums durchs Band immer wieder Melodien aus alten Stücken des Schmetterlings-Zyklus auf und mixte sie neu zusammen. Fans hingegen sahen darin einen genialen Abschluss, welcher das Ende der Serie mit ihrem Anfang verbindete und zu einem geschlossenen Ganzen machte.

Die neuen Alben sind rockiger, mit mehr harten Gitarrenriffs, ohne jedoch die elektronischen Klänge zu vernachlässigen. Eines der Markenzeichen von ASPs Musik sind seine Texte, die oft mehr oder weniger verdeckte Sozialkritik enthalten ohne jedoch belehrend zu wirken. Wer nur tanzen will, wird genauso bedient, wie Hörer, die auch geistig etwas angeregt werden wollen.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass Ally the Fiddle auf der Bühne auftaucht und Werben in einen musikalischen Leckerbissen der Extraklasse – was ASP am M’Era Luna zu genau dem Ausspruch veranlasste, der nun als Headline für diese Vorschau ziert – verwandelt, so wird der Abend dennoch ein unvergessliches Ereignis werden. Sowohl Supportact wie auch Headliner wissen live zu überzeugen und wer daran zweifelt, soll sich nach Pratteln begeben und sich vom Gegenteil überzeugen lassen.

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Z-7
Noxiris