Mit ihrem neuen Album Iscariot Blues haben es The Beauty of Gemina sogar für kurze Zeit in die Schweizer Hitparade gebracht. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man die Tiefe und Komplexität ihres düster-melancholischen Sounds. Nun lädt die Wave-Band zur offiziellen Release-Show am 10. März im Zürcher Club X-Tra.


jt.Michael Sele und seine Mitmusiker setzen bei ihren Shows weniger auf effekthaschende Einlagen und Attraktionen. Dafür überzeugen sie mit einer unglaublich hohen musikalischen Professionalität. Live spürt man erst, was für Profis hinter den Instrumenten am Werk sind. Sänger und Gitarrist Sele strahlt auch auf der Bühne die Gelassenheit und Ruhe aus, auch wenn er ins den letzten Jahren nicht mehr derart statisch vor dem Mikrophon steht.
Eine langweilig leere Bühne mit phantasielosem Rahmen ist dennoch nicht zu erwarten. Besucher des letzten Release-Konzerts zum Album At The End Of The Sea mögen sich noch an das einzigartige Licht-Schauspiel erinnern. Auf dem Foto kann man die Gestaltung gut erkennen.
Am spannendsten dürfte aber zweifellos die Umsetzung der neuen Songs im Live-Konzept der Band sein. Wie kommt das vorwärtstreibende und schnelle Haddon Hall am besten zum Publikum. Und wie schlägt sich ihr Hit Stairs auf der Bühne? Die Frage ist auch, welcher Song der neue Konzertknüller wird. Mit Hunters vom ersten oder This Time vom zweiten Album haben die Beauties äusserst solide Livestücke im Repertoire. Haddon Hall bietet durchaus die Möglichkeit für ein Gitarren-Solo, doch auch das im Grunde fast schon poppige Seven-Day Wonder hat Potential. Enorm viel Energie freisetzen kann auch June 2nd, welches in einer Reihe mit Victims of Love, The Lonesome Death Of A Goth DJ und Kings Men Come steht.
Auf jeden Fall wird das Flaggschiff der Schweizer Wave-Musik am 10. März ein spezielles Programm bieten, wie die Band auch schon beim Prelistening-Abend bewiesen haben. Ein Abend mit guter Musik und ein gemütliches Ambiente.

Mehr Infos zur Veranstaltung:

x-tra.ch
thebeautyofgemina.com

Bild: Cornelius Fischer
Bildstrecke: Nicola Tröhler