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Dass ein Album direkt auf Platz 1 in die Charts einsteigt, kommt gerade bei langerwarteten und heftig umworbenen Alben bekannter Künstler immer mal wieder vor. Aber wenn das Debütalbum einer noch ziemlich unbekannten Schweizer Künstlerin gleich ganz vorne einsteigt, ist das schon eine kleine Sensation. Ist diese berechtigt?

Ira May – The Spell (zVg)

Ira May – The Spell (zVg)

 

sax. Es kommt selten vor, dass ein Künstler aus dem Nichts auftaucht und einschlägt wie eine Bombe. Ira May ist eine solche Künstlerin. Ira May klingt wie die Schweizer Antwort auf Amy Winehouse. Eine Stimme voller Wärme, Soul und einem Schuss Kratzbürstigkeit. Kein Pomp, nur ehrliche Musik. Es verwundert nicht, dass sich der Produzent Shuko, (Bligg, Casper) nach dem Erhalt des ersten Demos zusammen mit Carl Crinx und Jules Kalmbacher an die Produktion von The Spell gemacht hat. Herausgekommen ist ein Album ohne Schwächen, aber mit viel Charakter. Ein Album, über das man nicht zu viele Worte verlieren sollte, sondern das gehört und immer wieder gehört werden sollte.

Auf zwölf Tracks stellt Ira May sich, ihre Musik und vor allem ihre Stimme vor. Sie wurde nicht zu Unrecht als talentierteste Schweizer Soulstimme bezeichnet und jeder Song ist Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung. Von Liedern mit autobiographischem Touch wie Bigger Plan, über den Soulknaller Mr. Right bis zu mit karibisch anmutenden Rhythmen unterlegten No Doubt (featuring TY) bietet The Spell eine breite Palette wunderbarer Musik und schon beim ersten Reinhören ist klar, dass der Einstieg auf Platz 1 in die Albumcharts absolut gerechtfertigt ist.

Hier einen Anspieltipp abgeben zu wollen, ist eigentlich sinnlos: Jeder einzelne Song überzeugt und verkauft das Album eigenständig.

Release:
24. 1. 2014

Label:
Peripherique records

Tracklist:
01 – Bigger Plan
02 – Lonely
03 – The Spell
04 – No Doubt (feat. TY)
05 – Let You Go
06 – Whatever (It Takes)
07 – Talking Again
08 – Mr. Right
09 – Love Me
10 – Little Princess
11 – One Day
12 – Scars (Bonus Track)