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Nach zwei Jahren langen Wartens ist Christina Stürmer mit dem neuen Album «Ich hör auf mein Herz» zurück am Start. Was sich nicht verändert hat: Die Scheibe ist abwechslungsreich, bietet eine breite Palette der Emotionen, eine Stimme, die sicher ist. Was hat sich verändert? Christina Stürmer ist erwachsener geworden.

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(zvg)

pkr. Voller Power startet das Album mit Unendlich. Sofort wird man verleitet mit dem Fuss zu wippen, was für mich persönlich schon immer ein gutes Zeichen ist. Nach und nach klicke ich mich durch die Songs und finde beruhigenderweise keine Experimente, die mich zum Kopfschütteln bringen. Viel Gefühl in Songs wie Selbe Wellenlänge oder Wieviel wiegt ein Herzschlag, geballte Power in Millionen Lichter oder Weltbewegend.

Musikalisch knüpfen Christina und Band da an, wo sie beim letzten Album aufgehört haben. Eine solide Basis, die den Vocals viel Raum lässt, ohne dabei zu subtil zu werden. Genau das, was sie bis heute auszeichnet. Texte, die für jeden greifbar und verständlich sind, die jeder für sich interpretieren kann. Für rauschende Autofahrten oder tränendurchtränkte Kissen – wie gewohnt bietet sie den Fans wieder eine Bandbreite die nichts vermissen lässt.
Der rockorientierte Mainstream-Pop, mit dem sich die Band präsentiert, scheint das Erfolgsrezept zu bergen, mit dem sie seit dem unterwegs ist. Auch zwei harte Jahre, die durch Managementwechsel und sinkende Verkaufszahlen zu Buche schlugen, liessen die sympathische Österreicherin nicht aufgeben. Und so ist sie heute zurück mit einem fesselnden Album, welches hoffentlich die Hallen wieder füllen wird.

Aus dem 16-jährigen Mädchen, welches 2003 bei Starmania auf sich aufmerksam machte, ist eine junge Erwachsene geworden, der man die Texte abnimmt die sie singt. Sicherlich nicht mehr so verspielt wie bei anderen Tracks die durch die Hitparaden schwirrten, aber auch noch nicht so ganz bierernst, wie man sich Erwachsene manchmal so vorstellt. Was besonders positiv auffällt, ist die bewahrte Bodenständigkeit. Von Christina hört man nichts Negatives in der Presse. Keine Drogenexzesse, nicht mal ein Höschenblitzer. Ein Vorbild für alle Casting-Exporte.

Live erleben kann man Christina Stürmer und Band am 4. Mai im Zürcher Kaufleuten. Wer jedoch noch kein Ticket hat, muss sich auch nicht mehr beeilen, das Konzert ist ausverkauft. Für die Negative White-Leser die kein Ticket haben, gibt es aber dennoch ein Schmankerl: Christina wird uns vor dem Konzert einige Fragen zum neuen Album – und vielleicht etwas mehr, beantworten. Ihr dürft also gespannt sein.