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Das erste Züriche Virtual Reality Festival ist am letzten September-Wochenende gelungen über die Bühne gegangen. Wie es scheint, muss man nur einmal das Bahngleis wechseln und schon findet man sich in einer neuen Welt wieder. Das virtuelle Universum hat mittlerweile so einiges auf Lager…

Fremde Welten sind nun gar nicht mehr so fern – ganz egal, ob auf der Erde real existent, ob ein Fantasy-Mitgard oder eine Sci-Fi-Umgebung: Mit der passenden Brille konnte man am 29. und 30. September in Zürich in der Halle 622 in Oerlikon an den VRDays Zürich nahezu alles erdenklich entdecken.

Ene, mene, mu – wie virtu(ell)os bist Du?

Von Realität ergänzenden Tools (augmented reality), über nur durch die eigenen Hände gesteuerten PCs bis zum Gefühl des Fliegens war alles dabei – und erlebbar! Nahezu jedes Gerät, jedes Feature und jedes Tool durfte man als Besucher selbst ausprobieren.

«Ich ha mi gfühlt wie es chliises Chind!»

Das Fitnessgerät für zuhause, das personalisierte 3D-Kino, Musikmachen ohne Instrumentenkenntnisse, Strandgefühl auf dem eigenen Sofa, in die Haut und Welt eines Zwerges schlüpfen… Gerade für VR-Fans der ersten Stunde wurde die Halle 622 zum endlosen Spielplatz der Sinne, wie wir von Besuchern erfahren. Nicht zuletzt wegen den zahlreichen Workshops, an denen man seine VR- und AR-Spells increasen konnte.

Das überschaubare Festival hat gezeigt, dass die Möglichkeiten von Virtual und Augmented Reality über das Spielerische hinausgehen. So konnte man beispielsweise an Vorträgen zum Einsatz von VR in Unternehmen und als Lernmittel teilnehmen. Selbst im Sport findet MR (mixed reality) Einsatzmöglichkeiten.

NE[rd]XTperience

Mit der richtigen Brille wird alles zum Abenteuer. Bild: Patrizia Tschurr

Dass das Züricher Virtual Reality Festival nächstes Jahr in die zweite Runde gehen wird, steht schon fest. Während dieses Jahr die Veranstalter auf Nummer Sicher gegangen sind und vor allem das mit dem VR-Universum vertraute Publikum anvisiert haben, wäre für das kommende Mal durchaus wünschenswert, auch für die etwas scheuen VR-Laien – die den Gag hinter Beanbags, Blue Carpets und Green Screens (noch) nicht verstehen – eine einladendere Atmosphäre zu bieten. So würde man auf die eine oder andere Attraktion gerne warten und die VR-Umgebung auch ausserhalb der virtuellen Welten (mit teilweise langen Anstehschlangen) gespannt erleben können.

Die Do-it-Yourself-VR-Brille aus Karton ist dahingehend schon ein ganz passabler Anfang…