Barkeeper Gabriel stand bei der Geburtstagsfeier von Kanal K hinter dem Tresen des KiFF-Saals. Für Negative White beschreibt er, wie er den Abend erlebt hat.

von Gabriel Zürcher

Während die Band Spencer mit ihrem Front-Original Leo zwei Stockwerke weiter unten das Foyer rocken, herrscht im Saal noch die wohlbekannte Ruhe vor dem Sturm. Keine Techniker im Front of House, keine Bandmitglieder auf der Bühne. Leise im Hintergrund rieseln Softrock-Töne aus den Lautsprechern. Einzig die Rückseite des Bartresens ist schon in Vollbesetzung – voller Vorfreude. 25 Jahre Kanal K, das will etwas heissen.
Sporadisch tauchen die ersten Gäste auf. Wahrscheinlich, so denk ich mir, war es ihnen im Foyer zu dicht gedrängt. Die ersten Getränke wandern über die Theke. Alles sehr gesittet – nichts von Punk- oder Metallattitüden oder Trinkritualen. Mir soll’s recht sein.
Der Raum füllt sich, noch ist aber nicht der grosse Durst ausgebrochen. Ich komme sogar dazu einige Songs der ersten Band – One Sentence. Supervisor zusammen mit Christopher Christopher – zu geniessen. Musik beim Arbeiten ist immer gut.
Kurz bevor die letzte Note von der Bühne her schallt, denke ich: „Ein Drittel ist geschafft.“ – Ab jetzt gilt es, durstigen Musikjüngern das Wasser (oder was auch immer sie wünschen) zu reichen. Nach zehn Minuten beruhigt sich die Lage an der Barfront aber schon wieder. Die Leute sind echt wegen der Musik hier und nicht um von mir bedient zu werden!
Bei der zweiten Band, My Heart Belongs To Cecilia Winter, ist der Raum noch ein wenig enger als zuvor. Das mittlerweile gut eingespielte Barteam meistert alle Begehren ohne Probleme. Exzesse gibt es heute im Saal nicht. Wie man sich eben eine Feier in diesem Rahmen wünscht. Zumindest von hinter dem Tresen aus gesehen.
Nach Venetus Flos ist das Saal-Programm durch. Vereinzelte Leute trinken noch einen Absacker, bevor sie sich Urban Junior & (K)nights of Trash im Foyer zu Gemüte führen oder den Heimweg antreten.Danke liebe KiFF-Gänger für so einen entspannten Abend hinter der Bar!

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Bild: Sacha Saxer