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Der Weltklasse-Ami und seine E Street Band rockten am Montagabend die Bühne im Letzigrund Stadion und brachten jedermann zum tanzen. Eine Atmosphäre zum dahinschmelzen. Chapeau, Bruce Springsteen!

Schon kurz vor Konzertbeginn durfte man ein angenehmes Publikum betrachten, welches ausgelassen redete, ass und trank. Die letzten Vorbereitungen für den Megastar waren getan, was die Hardcorefans in den vordersten Reihen in Bereitschaft brachte um ihn mit einem kräftigen Applaus zu begrüssen.

Endlich, der Mann der Stunde (oder besser, der 3.5 Stunden). Mit einem «Grüezi Zürich» empfing der einmalige Bruce Springsteen um 19:20 Uhr seine Fans. Im – mit 42’000 Begeisterten – fast ausverkauften Letzigrund versammelten sich Jung und Alt um den Amerikaner und seine E Street Band live spielen zu hören. Der Einstieg erfolgte schnell – hinreissend und animierend schon von Anfang an. Nach zwei Songs, mit einem “Who is in the house tonight?”, stellte er die faszinierende E Street Band vor und taute das Publikum komplett auf. Die Schwärmerei für ihren Liebling war nicht zu übersehen, auch nicht bei den männlichen Fans. Durch seine sympathische und nahbare Art erwärmte Springsteen jedes Herz. Immer wieder ging er mit den Zuschauern auf Tuchfühlung, zwei Jungs holte Bruce sogar zu sich, um zusammen mit ihnen den Refrain von Waitin’ On A Sunny Day zu singen.

Querbeet spielte sich das 16-köpfige Team durch seine 17 aufgenommenen Alben hindurch. Eine Tradition bei Springsteens Konzerten sind die Musikwünsche über Kartons: er nimmt dann eine handvoll der Tafeln und inszeniert die Texte. Am Montagabend waren es Working On A Dream, Growin’ up, Save My Love und If I Should Fall Behind. Das letzte brachte durch seine Accousticversion am Klavier Gänsehautstimmung ins Stadion. Mit dem eher depressiven Nebraska (inklusive Mundharmonika), Dancin’ In The Dark, Atlantic City und nicht zu vergessen Born In The U.S.A. performte er seine grössten Hits. Spätestens bei Born In The U.S.A. sass keiner mehr, das gesamte Letzigrund Stadion rockte, sang und klatschte mit.

Doch vor allem aus seiner neuwertigen Platte Wrecking Ball führte der «Boss» so manche Lieder vor. Ein Album, welches auf die aktuelle Wirtschaftskrise hinweist. Solche Themen sind nicht ungewöhnlich in seinen Songs. Er nimmt jedoch selten eine direkt politische Stellung ein, sondern erzählt durch eine fiktive Person die Zustände des US-amerikanischen Alltags.

Die bald 63-jährige Rocklegende gab dem Publikum alles erdenklich Gute; Leidenschaft, Power, seine charmanten Lacher und ein unvergessliches Konzerterlebnis. Nicht umsonst war Präsident Barack Obama klar (als Springsteen ihn im Wahlkampf 2008 unterstützte): «I’m the president, but he’s the boss.»