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Die Welt braucht mehr Foo Fighters

Nach drei Jahren schafften es die Foo Fighters endlich wieder in die Schweiz zu einem Konzert. Man hat sie schon sehnsüchtig erwartet und es kamen über 30’000 Menschen ins Stade de Suisse. Überwältigende Menschenmassen für ein überwältigendes Konzert.

Die Vorbands des Abends gaben sich alle Mühe vom schlechten Wetter, das sich über dem Stade de Suisse zusammenbraute, abzulenken. Die beiden Sängerinnen Alison Mosshart (The Kills) und Ellie Rowsell (Wolf Alice) genossen die grosse Bühne und tanzten zu ihren Songs. Ein würdiger Auftakt für die Foo Fighters.

Vor allem Mosshart gab einzigartige Einlagen zum Besten. Sie fühlte die Musik, durch jede Ader ihres Körpers, pulsierend, mitreissen und sympathisch. Verpasste Einstiege wurden mit einem Lächeln überspielt und rockige Solos mit Headbangen kommentiert.

Alison Mosshart von The Kills gab alles. Bild: Steffi Sonderegger

Die Welt, vor allem die Schweiz, braucht mehr Foo Fighters

Eigentlich hätten die Foo Fighters schon vor drei Jahren auftreten sollen. Durch einen Beinbruch des Frontsängers und Gitarristen Dave Grohl wurde das Konzert jedoch abgesagt. Dementsprechend hoch und angespannt waren die Erwartungen, die sich mit den ersten Klängen von Run wie ein Donnergrollen im Stade de Suisse entluden.

Tosender Applaus erwartete die Band und die Band erwiderte das mit einer gigantischen Show. Schlagartig waren die Kälte und die Feuchtigkeit vergessen. Richtig nass durch Regen wurde man an diesem Abend zum Glück nicht, aber ums Schwitzen kam man nicht herum. Es wurde ordentlich mitgehüpft, mitgebrüllt und praktisch zwei Stunden lang durchgehend geklatscht. Es war einfach schön, so viele Menschen so glücklich zu sehen. Deswegen wäre es schön, wenn so eine Energie öfters bei Konzerten oder auch im Alltag hervorkommen könnte. Doch vorerst gaben uns die Foo Fighters mehr.

Von allem etwas

Die Foo Fighters gaben sich wirklich Mühe ihre Abwesenheit der letzten drei Jahre zu kompensieren. Sie spielten ihre rockigsten Songs aus allen Alben. Es war ein wahres Best-of-Fest der Foo Fighters. Dabei begeisterten Sie alle Zuschauer, die alten Hasen, die die Foo Fighters schon seit 23 Jahren kennen und diejenigen, die zum ersten Mal auf einem ihrer Konzerte waren.

Die Welt braucht mehr Foo Fighters. Bild: Steffi Sonderegger

Es war ein Abend, der vollends dem Rock’n’Roll gewidmet wurde. Die Band versprühte so viel Liebe und Begeisterung für diese Musikrichtung, dass einem gar nichts anderes übrigblieb als dem nachzuempfinden und sich vollkommen den harten Gitarrenklängen, dem eingängigen Bass und dem dominanten Schlagzeug hinzugeben.

Wie passt Busta Rhymes da rein?

Dave Grohl outete sich an diesem Abend als Busta-Rhymes-Fan und forderte das Publikum immer wieder dazu auf, nach «mehr» zu verlangen. Die Schweiz hätte mehr verdient und mehr sollte sie kriegen. Selbst nach zwei Stunden liess die Energie nicht nach. Immer wieder brüllte das Publikum nach mehr – der Band gefiel es und sie gab uns mehr.

So wurden Cover von anderen berühmten Rockbands angespielt und Dave Grohl, der ehemalige Nirvana-Drummer, setzte sich für Qeens Under Pressure sogar ans Schlagzeug und liess Taylor Hawkings den Song singen. Dieser Wechsel funktionierte erstaunlich gut, es sind halt einfach alles musikbegeisterte, geübte Musiker in dieser Band, die wissen was sie tun und wie sie ein Publikum begeistern können. Auch der Gastauftritt von Alison Mosshart, für den Song La Di Daa war ein absolutes Highlight.

Kurz vor elf Uhr war dann der ganze Zauber leider vorbei. Alles strömte nach Hause, die Züge waren masslos überfüllt mit glücklichen, energiegeladenen, teilweise ausgepowerten Rock-Fans, die noch lange von diesem Konzert berichten werden.

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