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In den letzten fünf Jahren sorgte ein kleines Team um Pirmin Betschart dafür, dass es in der Innerschweiz für jeweils zwei Tage ein kleines Mekka für Metal Fans gab. Wir waren auch am vorerst letzten HarVest Festival mit dabei.

St. Piri aus dem Muotathal – Mr. HarVest (Foto: Sacha Saxer)

St. Piri aus dem Muotathal – Mr. HarVest (Foto: Sacha Saxer)

Auch vor dem HarVest war es im Muotathal nicht das ganze Jahr ruhig. Das Mountains of Death Festival sorgte bis zu seinem Ende im Jahre 2011 dafür, dass in der Bergidylle harte Klänge von den Wänden der umliegenden Berge zurückschallten. Seit 2012 sorgten Pirmin «Piri» Betschart und sein Team für Heavy, Thrash, Death und sonstigen Metal im beschaulichen Tal. Damit ist nun Schluss.

Mit einem lachenden und einem weinenden Augen blicken die Fans dieses kleinen, aber weit mehr als feinen Festivals zurück auf diese fünf Jahre. Lachend, weil die letzten Jahre jeweils ein unglaublicher Spass waren, weinend, weil dies nun vorbei sein soll. Aber aus dem Team kamen auch Stimmen, dass dies weniger als ein Ende, sondern viel mehr als ein möglicher Anfang für etwas neues gesehen werden sollte. Genauso wie das HarVest das Mountain of Death ablöste, kann nun ein neues Festival das HarVest beerben. Die Zeit wird es zeigen, ob sich ein neues Team finden wird, um im Muotathal ein weiteres Metal Festival auf die Beine zu stellen. Die Messlatte liegt auf jeden Fall hoch, wenn man sie die Lineups der letzten Jahre anschaut, für welches man dafür nicht mal 40 Franken hinblättern musste. Und dann das Frühstück ans Bett. Oder wenigstens direkt an den Rand des Zeltplatzes.

Aber wenn man der Schweizer Metal-Szene eines hoch anrechnen muss, dann ihre Hartnäckigkeit und ihre Ideenvielfalt. So fanden dieses Jahr die ersten Ausgaben des Swiss Metal Masters Festivals und des Iron Force Festival statt. Ersteres konzentriert sich – wie es der Name schon antönt – auf Schweizer Metalbands, von denen wir eine unglaubliche Bandbreite haben, und zweiteres spezialisiert sich auf die Metalmusik der 80er Jahre. Beide Festivals waren jeweils ein unglaublicher Erfolg, der die Erwartungen der Veranstalter übertraf und somit Zeugen dafür, dass es ein Bedarf für solche Festivals gibt. Dem können die Organisatoren des Meh Suff Festivals auch nur zustimmen. Darum wird es auch bestimmt einen Nachfolger für das HarVest geben.

Zur Feier des vorerst letzten HarVest zeigen wir euch hier einfach eine umfangreiche Fotogalerie anstelle von tausend Worten. Fotos, die zeigen, dass das Greenfield Festival nicht unbedingt recht hat mit der Behauptung, das Festival in der schönsten Lage zu sein.

Fotos: Sacha Saxer