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So ähnlich wird es am Samstag, 3. Dezember 2011 durch das Zürcher Dynamo schallen – der Auftakt für eine rasante Zeitreise oder vielmehr: für einen gewaltigen „Zeitsturm“, um bei der Welle:Erdball-Terminologie zu bleiben.

Die Band ist nämlich nicht nur auf musikalischer Ebene kreativ, sondern hat 2008 ihren Film Operation Zeitsturm herausgebracht. Aber Welle:Erdball auch auf der Bühne ein wahrer Ohren- und Augenschmaus. Kühle 50er-Jahre Optik sowie ständig wechselnde Kostümierung der beiden bezaubernden Damen Plastique und Frl. Venus, Showeinlagen und eine gehörige Portion Interaktion mit dem Publikum werden die eineinhalb Stunden wie im Fluge vergehen lassen!
Die Damen und Herren von Welle:Erdball hauen schon seit 1993 in die Keyboard- und Computertasten. Während die weibliche Besetzung einige Änderungen erfuhr, sind die Gründer Honey und A.L.F. bis heute mit von der Partie. Seit eh und je wird auch der Commodore SX-64 als Bandmitglied gezählt und ist bei jedem Auftritt mit dabei. Unter anderem ist er für die spannende Mischung aus allerlei analogen, elektronischen und computergenerierten Klangwelten, verantwortlich, welche sich nebst Wave- und Synthpop-Anleihen und klassischen Neue Deutsche Welle-Elementen finden. Schräge Klangkompositionen ist man von Welle:Erdball also mehr als gewohnt.
Auf ihrem neuen Album Der kalte Krieg, erschienen im Oktober, wird nun eine weitere Stilrichtung in den Vordergrund gerückt: Insgesamt neun Covers von 80er-Jahre-Schlagern sind auf dem Silberling vertreten. Das Thema des kalten Krieges bleibt dem Hörer somit auf musikalischer, sowie ideologischer Ebene präsent. Covers wie Hab ich dir heute schon gesagt, dass ich dich liebe oder Nicoles Ein bisschen Frieden spiegeln die Ängste und Hoffnungen der Menschen wieder, welche in der Zeit des kalten Krieges lebten, daneben gliedern sich typische Welle:Erdball-Ohrwürmer in die Reihe ein. Somit trifft auf diesem Album gewohnte minimalistische Nüchternheit auf etwas Kitsch, jedoch auf so charmante Art und Weise wie es nur Welle:Erdball schaffen.
Wer sich nun fragt, wie Der kalte Krieg auf der Bühne zelebriert wird, sollte sich den 3. Dezember unbedingt freihalten. Ob alter Welle:Erdball-Hase oder Neuling: Diese Band ist immer für eine Überraschung gut. Aber aufgepasst: Diese Band hat enormen Suchtfaktor. Und denkt nicht, dass ihr die Welle:Erdball-Songs je wieder aus euren Köpfen bekommt!

Mehr Infos zur Veranstaltung:

divusmodus.ch

Bild: zVg