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Die Zeit blieb still während Gus MacGregor im La Catrina seine Gitarre stimme und die ersten Songs anspielte. Seine angenehme und sehr sympathische Stimme liess das Publikum diesen Abend geniessen. In einem familiären Rahmen präsentiert er «A different Dream», seine neue Scheibe auf der sich ein Dutzend wunderschöne Stücke befinden. In den Strophen seiner Lieder fliesst die Poesie wie das Wasser durch einen Bergbach, so wild und frei.

Gus MacGregor - A different Dream

dsc. Sein englischer Charme und die Art, über seine Songs noch etwas zu erzählen, machen den Abend so richtig harmonisch, als würde man einem alten Freund zuhören, welcher Geschichten erzählt. Die zauberhafte Atmosphäre welche im La Catrina herrschte, steckte das Publikum an. So auch als mir bei seinem Song A Homegrown Friend, welcher Gus MacGregor für seinen zweijährigen Sohn geschrieben hat, die Haare zu Berg standen.
Aufgenommen wurde die Platte in den Berner Bergen, irgendwo in einem alten Schulhaus in tiefer Natur, so strahlen die Lieder exakt diese besinnliche Ruhe des Alltags aus. Dieses wohlwollende Gefühl von frisch gewaschener Kleidung, dem Gefühl bei guten Freunden zu Hause zu sein oder barfuss durch den Sommerregen zu tanzen, welches sich breit macht, sobald seine Finger die Gitarrensaiten zupfen und seine Stimme den Raum erfüllt. Seit einigen Jahren lebt Gus MacGregor nun bereits in Bern und so wurde es auch Zeit, sich dem berndeutschen Liedern und Grössen zu widmen. So konnte das Publikum zeuge werden, als er S’Lotti schillet von Mani Matter gesungen hat. Berndeutsch gesungen klingt es mit seinem englischen Akzent beinahe besser als das Orginal.
Auch die Sparte Liebeslieder ist enthalten auf seiner Scheibe, I don’t ever wanna loose, ein Lied für seine Frau. Ein wundervolles Lied, ohne einfach nur kitschig zu klingen. Mit Easedale Tarn erzählt er von dem Gefühl der Heimat, einem speziellen Ort aus seinem Leben wo er oft war, diesen Ort er einfach liebt. Seine Welt ist so normal, dass sie sich leicht mit der eigenen identifizieren lässt. Sein Auftreten ist so authentisch wie man es sich kaum vorstellen kann, seine Worte so klar wie Messerklingen und doch lässt sich die Interpretation der Inhalte teilweise variieren. Gus Mac Gregor ist ein absoluter Geheimtipp in Zürich, ist nur fraglich wie lange noch. Er ist eindeutig einer der Besten Neuentdeckungen in diesem Jahr. Er hält locker mit den grossen mit, was er letzten Sonntag mit seiner adorablen Bühnenpräsenz zeigte, seiner lockeren Art und trotzdem mit dem Humor sagen zu können: Fuck you all.