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Kann hinter etwas mit dem Namen Jesus Chrüsler Supercar überhaupt Gutes stecken? Nein, nur Unwiderstehliches.

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Jesus Chrüsler Supercar, der wohl blödeste Bandname seit den Bukkake Boys. Vor gut drei Jahren fing alles an. In einem Stockholmer Proberaum trafen drei wild aussehende Schweden. Wie sie auf diesen Bandnamen kamen, bleibt ein Rätsel. Meine Vermutung: Alkohol.
2013 veröffentlichte das Trio dann ihr Debüt Among The Ruins And Desolate Lands. Klingt ja vielversprechend. Aber man sollte nicht voreilig urteilen und deshalb fürs Erste den Bandnamen vergessen. Doch ihr Debüt tut hier nichts zur Sache, dafür ihre 7-Inch-EP, streng limitiert auf 300 Kopien. Full Blown Hell EP heisst das Machwerk auf Vinyl. Zwei Songs, sieben Minuten und acht Sekunden.

Wilde Bisons

Full Blown Hell. Volle Pulle. Der namensgebende Song fackelt nicht lange und tritt das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Jesus Chrüsler Supercar machen Death’n’Roll. Keine Ahnung, was man sich darunter vorstellen sollte, aber es passt. Es ist eine schnelle Nummer, da steckt der Punk drin. Die satten Basslines kommen unaufhaltsam näher wie eine wildgewordene Bison-Herde. Die Gitarren schlingern reifenquietschend auf der staubigen Route 66. Es wird zum physischen Kraftakt, den Körper still zu halten. Fuck, this is really Death’n’Roll!

Jesus bringt die Erlösung

God Gave Us Nothing. Wo hat die Band jetzt ihre rasende Karre stehen lassen? Wahrscheinlich irgendwo am Strassenrand, nach der Flucht vor den Bisons explodierte vermutlich der Motor. Nun trotten die Jungs stampfend durch die Einsamkeit der Prärie. Schwermut und Entschiedenheit prägen den zweiten Song der 7-Inch. Der Sound erinnert an Gehörtes. Etwa an Bombus, eine weitere schwedische Band mit gewichtiger Gitarrenlast. God Gave Us Nothing enthält Spuren von Stoner Rock und das gefällt.
Es sind nur zwei Songs, da kann nicht viel passieren. Und doch besteht danach das unbändige Verlangen, diese Band auf der Bühne spielen zu sehen und an der Bar Whiskey zu schlürfen. Gott gab uns nichts, Jesus Chrüsler Supercar bringen die Erlösung.

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Wie sie auf diesen Bandnamen kamen, bleibt ein Rätsel. Meine Vermutung: Alkohol. (Foto: zvg)

Release
21. März 2014

Label
vönHell Records

Tracklist
01. Full Blown Hell
02. God Gave Us Nothing