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Der August wird nochmal düster: Für alle, die dem bereits der Vergangenheit angehörenden Wave Gotik Treffen nachtrauern, bei diesem jedoch regelmässig die klassische Openair-Festivalstimmung vermissen, dürfen sich auf das grösste Freiluft-Gothic-Festival freuen, welches vom 10. Bis 11. August im deutschen Hildesheim in die dreizehnte Runde geht.

 

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(Foto: Bernd Zahn)

fb. Als Nachfolger des Zillo-Festivals mauserte sich das Festival mit dem geheimnisvollen Namen in den letzten Jahren zu einem der ganz grossen Veranstaltungen für die schwarze Szene. Nach den erfolgreichen vergangenen Ausgaben des M’era Luna Festivals werden auch diesen Sommer über 20‘000 Besucher aus aller Welt erwartet. Der klangvolle Name ist ein Fantasiebegriff, der jedoch durch Wiedererkennungswert und Wohlklang besticht.
Dies trifft auf der einen Seite auch auf das vielfältige Programm zu: Über 40 Acts spielen auf den Bühnen, wobei sich Weltstars mit unbekannteren Szene-Newcomern die Klinke in die Hand geben. Dabei wird sich wohl jeder durch die eine oder andere Band angesprochen fühlen – stilmässig ist die Szene breit gefächert und Hybridformen und Stilmix sind kaum noch Grenzen gesetzt. Butter bei die Fische: Von Gothic Rock wie HIM oder Nightwish über EBM und Electro wie Front 242 und Blutengel, Wave von Deine Lakaien, Clan of Xymox, Synth- oder Futurepop von [:SITD:] oder The Crüxshadows geht es bis hin zu mittelalterlich angehauchten Klängen von Saltatio Mortis und Tanzwut zwei Tage lang rund auf und sicherlich auch vor den Bühnen.

Nebst musikalischer Unterhaltung wird auch ein kulturelles Rahmenprogramm geboten in Form von Lesungen (Christian von Aster, Markus Heitz), einem Mittelaltermarkt, Fashion Shows und jeder Menge Shoppingmöglichkeiten, um nebst dem seelischen auch dem körperlichen (und materiellen) Wohlergehen gütlich zu tun. Auf der anderen Seite stehen nebst dem Programm auch die Besucher im Vordergrund – wo sonst als auf dem eigenen, grossen Szenetreff kann man seine Zugehörigkeit, Vorlieben oder Abgrenzungen in punkto Musikstilen, Kleidungsstilen oder Weltanschauungen so sehr nach aussen tragen? Die dunkelschönen Gewänder und liebevoll zurechtgemachten Gesichter gehören zum M’era Luna wie Jeanskutten zum Wacken Openair. Genau das macht die Stimmung des M’era Lunas so speziell, einzigartig und auf jeden Fall erlebenswert.