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Am Freitag waren Van Canto zu Gast im Z7 in Pratteln. Begleitet wurden sie von der Superhelden-Superband Grailknight und der neuen Generation Power Metaller, der Band Victorius. Ein Abend voller Geschichten, guter Musik und viel Freude.

Van Canto (Foto: Christop Gurtner)

Van Canto (Foto: Christop Gurtner)

Das Wochenende durfte die Band Victorius einläuten. Die fünf jungen Musiker, quasi schon fast eine neue Generation Power Metaler, spielten präzise und überzeugend mit starken Melodien und guten Rhythmen. Von der Stimmlage sind sie knapp nicht so ganz mein Ding, aber allgemein gesanglich hat Victorius das Prädikat gut bis sehr gut verdient. Ihre Aufgabe als Vorband haben sie darum mehr als befriedigend erfüllt.

Superhelden-Hero-Action

Die zweite Vorband hätte von mir aus auch den ganzen Abend füllen können. Die verrückte Band Grailknights war einfach der Knaller. Das lag nicht nur an ihren knallbunten Superhelden Outfits, die einem sofort ins Auge stachen, sondern auch an ihrer abwechslungsreichen Mucke. Es gab viele Tempowechsel und auch der grüne Frontmann Sir Optimus Prime überzeugte mit seiner abwechslungsreichen Stimme und seinen tiefen Growls.  Die Show lebte von einer Geschichte rund um den heiligen Gral, der vom Bösen gestohlen wurde. Wer aus dem Gral trinkt, der erhält das Vergnügen, des ewigen Betrunken seins. Die fünf Superhelden sind zwar ultrastark können aber nur zusammen mit dem Publikum genannt Battlechoir bestehen. Nur schon allein aus dieser Story entstand ein wunderbares Zusammenspiel mit der Band und dem Publikum. Da lag eine kleine gemeinsame Aerobic-Stunde gepaart mit Bizeps und Muckis zeigen mit der ultimativen Muskelwelle noch lange drin. Und da im Metal oft je durchgeknallter, desto besser gilt, kam natürlich auch die Bierversorungs-Stute – zwei Menschen in einem Ponykostüm, beladen mit Bier – super gut an.  Zu diesem perfekten Metalcomic-Auftritt gab es dann auch Tracks wie das SUPERHEROMEDLEY – einfach muskulös, wie die Bands das Wort geil wahrscheinlich in diesem Zusammenhang benutzen würde.  Von A bis Z eine gelungene Show mit einer grossen Portion Witz.

A-Cappella auf Heavy Niveau

Natürlich hat sich das Kommen auch wegen Van Canto gelohnt. Nach dem gelungenen Warm-up verstrich keine Sekunde und die Fans tobten sich auch bei der A-cappella-Heavy-Metal-Band aus Deutschland aus. Zu Beginn spielten sie – oder muss man eigentlich eher sangen sie sagen? – einige Stücke aus ihrem neuen Konzept Album VOICES OF FIRE, zu dem sie auch ein Hörspiel und ein Buch heraus gebracht haben. Bei Van Canto ging es vom Storytelling her gesehen etwas klassischer zu und her: Erzählt wurde von einem dauerbetrunkener Barden, einer Königin und einem bösen Drachen. Die Helden-Story wurde natürlich mit einer Liebesgeschichte ausgeschmückt. Eben ein Klassiker.

Die neuen Songs hatten einen tollen Groove und rissen sofort mit. Es ist einfach unglaublich und darum muss man die Band mindestens einmal – und dann wohl immer wieder – gesehen haben, was die fünf Sänger zusammen mit dem Schlagzeugspieler hinbringen: Echte Imitationskünstler eben, bei denen man sich laufend fragt, wie machen die das? Natürlich brachten Van Canto nicht nur eigene Lieder, sondern auch Klassiker wie Kings of Metal von Manowar, Wishmaster von Nightwish oder Battery von Metallica, welche in der Van Canto Version beeindruckend genial klangen.

Es war aber nicht nur die Musik, die überzeugte, sondern auch ihre Ausstrahlung. Die Truppe harmonierte auf der Bühne und unterhielt dadurch das Publikum mit ihren Ansagen und der abwechslungsreichen Show.

Ein gelungener Abend voller Geschichten.

Fotos: Christoph Gurtner

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