Manolo Panic und th’sheridans spielten am 21. August in der Bar Bagatelle an der Zürcher Langstrasse und unterhielten gut zwei Dutzend Zuhörer in entspannter Clubatmosphäre.

th'sheridans im Bagatelle

th’sheridans im Bagatelle

 

sax. Die Zücher Oberländer Indie-Rockband Manolo Panic lud zu einem idyllischen Abend in der berüchtigten Langstrasse. Statt Rotlicht-Millieu gab’s Rock vom Feinsten. Bei angenehmen Sommerabendtemperaturen verzauberte zuerst die aus London stammenden th’sheridans auf der einem gemütlichen Wohnzimmer gleichenden Bühne des kleinen Clubs das Publikum. Die Freude an ihrem ersten Konzert in Zürich war den drei Musikern deutlich ins Gesicht geschrieben und auch dem wie üblich eher verhaltenem Schweizer Publikum schien die Darbietung gut zu gefallen. Die Stimme von Adam, Sänger und Gitarrist der Band, hat ein angenehmes Britpop-Feeling und fügt sich hervorragend ins Soundgefüge von Drummer Joe und Violinistin und Sängerin Julia ein. Alleine die Tatsache, dass sie es geschafft haben, das üblicherweise mehr als lethargische Zürcher Publikum zum Tanzen zu bewegen, ist Beweis für die Qualität, welche das Trio ablieferte.

Manolo Panics Sänger Ramon gelang ebenfalls das Kunststück, die müden Knochen, die sonst so die Schweizer Konzerte belagern, in rhythmische Bewegungen, was durchaus auch von Laien als Tanzen gewertet werden durfte, zu animieren. Die energiegeladene Performance des Quartets verleitete einfach dazu, alles wegzustellen und sich der Musik hinzugeben. Dass man nach ein paar Songs zu seinem mittlerweile abgestandenen schalen Bier zurückkehrte, machte dabei niemandem etwas aus. Der freundliche Barkeeper Daniel sorgte gerne für frischen Nachschub.

Es war ein sehr gemütlicher und unterhaltsamer Abend in legerer Atmosphäre, der eigentlich im Kanon nach Widerholung schreit.

Wer das Konzert in der herrlich familiären Kulisse des Bagatelle verpasst hat, hat nun die Chance, beide Bands nochmals live zu erleben und zwar am nächsten Freitag, 24. August in der Achterbar in Wetzikon ZH. Glaubt nicht mir, glaubt dem Publikum, das Manolo Panic mit grossem Applaus verabschiedet hat. Der Abend wird jedem noch ein Weilchen in Erinnerung bleiben.

 

Fotos: Sacha Saxer