Wir präsentieren heute exklusiv das Debütalbum der belgischen Band Animal Youth. Es ist ein lautes und dunkles Werk. Jetzt reinhören.

Es ist nicht lange her, da existierte die Band Animal Youth noch gar nicht. Erst im Herbst 2016 stieg sie wie Phönix aus der Asche der Noise-Punk-Truppe Siamese Queens. Etwas mehr als ein halbes Jahr später präsentieren Animal Youth bereits ein Album. Da muss man sich unweigerlich fragen: Kann das überhaupt gut sein?

Um es vorweg zu nehmen: Ja, kann es. Das Trio aus Guy Tournay, Jérôme «Vankou» Damien und Hugo Claudel frönen auf ihrem Erstling Animal der kühlen Romantik der 80er-Jahre. Die Referenzen springen deutlich hervor: The Cure, Jesus And Mary Chain, die Cocteau Twins.

Tatsächlich klingen Animal Youth immer wieder wie die grossen Namen aus vergangenen Dekaden. Tournays Stimme erinnert mehr als einmal an den jungen Robert Smith. Rainy Day klingt, als wäre Boys Don’t Cry zurück – zumindest in den Strophen.

Denn was das Album dann doch noch abhebt, sind die krachenden, lauten, verzerrten Rock-Passagen. Sie schaffen Abwechslung und verhindern, dass Animal Youth nicht bloss eine weitere Retroband werden. Der Facettenreichtum, den die Band auf Animal präsentieren, ist verblüffend. Jeder Song hat seine Eigenheit und passt manchmal gar nicht recht zu den anderen. Verbunden bleiben sie nur durch eine klare Handschrift der Band.

Mit Animal haben Animal Youth ein vielversprechendes Debütalbum am Start. Eines, das sowohl Fans düsterer 80er-Sounds wie auch Freunde des fuzzigen Rocks begeistern kann. Mehr kann man von einem Einstand kaum erwarten.

 

Animal

4
/5
27. Mai 2017

Release

Weyrd Son Records

Label

Tracklist

  1. Darkest Place
  2. Rainy Day
  3. Eat You Alive
  4. Feeling
  5. Love You (When You're Dead)
  6. To Burn Is The Next Big Thing
  7. Sunday
  8. In Heaven (Lady In The Radiator)
  9. You Don’t Know Love