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Anfang August lockt das Open Air Basel erneut mit den heissesten Acts der Stunde. Der Donnerstag steht dabei ganz im Zeichen der Musikerinnen. Gut so!

Vom 9. bis am 11. August treten am Open Air Basel 2018 auf dem Kasernenareal wieder zahlreiche vielversprechende Künstlerinnen und Künstler auf die grosse Bühne. Mitten in der Stadt am Rheinknie locken Lokalhelden wie Stereo Luchs oder Faber die Musikbegeisterten. Dazu gesellen sich internationale Grössen – etwa Joan As Police Woman.

Empowerment Day

So schillernd die Namen im Line-Up auch sein mögen: Das echte Highlight am Open Air Basel ist der Donnerstag. Der erste Tag des Events steht ganz im Zeichen der Künstlerinnen. Als erster Punkt im Programm steht die Präsentation der Vorstudie «Frauenanteil in Basler Bands. Eine Erhebung zur Geschlechtergerechtigkeit und Sichtbarkeit von Frauen in der Basler Popszene.», vorgestellt durch Seline Kunz vom Rockförderverein Basel.

Danach finden Konzerte von Musikerinnen aus Basel und der näheren Umgebung auf der kleinen Bühne im Festivalzentrum statt. Das Programm dafür wird in Zusammenarbeit mit «Mitten in der Woche» und dem Verein «HelvetiaRockt» zusammengestellt. Und in den Umbaupausen zwischen den Shows legen Female DJs auf.

Line-Up

Freitag, 10. August

Der Zürcher Stereo Luchs hat die Schweizer Dancehall-Szene deutlich geprägt. Sein zweites Album Lince erschien letztes Jahr und ist ein musikalischer Neuanfang, das helle Morgenlicht nach einer langen Nacht, ein persönlicher Blick auf das musikalische Hier und Jetzt. Alles neu, aber immer noch auf Schweizerdeutsch. Zusammen mit den Basler Reggae-Pionieren von The Scrucialistsdie nach fünf Jahren Bühnenabsenz ihr Comeback geben, wird Stereo Luchs am Freitag einen heissen Auftakt geben.

Spätestens seit der Veröffentlichung seines Debütalbums Sei ein Faber im Wind ist der junge Liedermacher Faber auch über die Landesgrenzen hinaus in aller Munde. In Deutschland wurde er schon lange gefeiert, bis dann der Hype auch in die Schweiz schwappte. In seinen Texten nimmt der Zürcher kein Blatt vor den Mund. Entweder bringt er die politischen Missstände unserer Zeit kompromisslos auf den Tisch oder er bewegt sich mit seiner überspitzten Ironie am äussersten Rand der political correctness: «Das ist eben Kunst», sagt er dazu in einem Interview mit der Badischen Zeitung.

Auf ihrem vierten Studioalbum Sex & Food lassen Unknown Mortal Orchestra die Hörer spüren, dass es in sechs Studios auf vier Kontinenten aufgenommen wurde. Das wäre zumindest eine Erklärung für die musikalische Vielfalt dieser LP, die mal raubtierhaft knurrt, um wenige Minuten später wieder zu beschwichtigen, und währenddessen natürlich nie vergisst, zum Tanz zu bitten. Das wird die neuseeländische Band um Musik-Nerd und Mastermind Ruban Nielson mit ihrer Musik gewordenen Discokugel garantiert auch am Open Air Basel tun.

Samstag, 11. August

The RK ist ein Electro-Duo aus Basel und besteht aus Jasmin Albash und Simon Wunderlin. Soul im digitalen Zeitalter: Loopstation trifft auf Drumset, poppige Chöre auf Synthesizersounds und Samples. Seit Herbst 2017 sind sie mit ihrer EP Resonate auf Tour und werden am Open Air Basel 2018 mit ihrer «soulful electronic music» den Samstag eröffnen.

Die Liste der Künstlerinnen und Künstler, mit denen Joan Wasser aka Joan As Police Woman nach dem tragischen Tod ihres Freundes Jeff Buckley zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein Who is Who der Musikgeschichte. Als Sidewoman an Gitarre, Geige, Klavier oder Vocals für Anthony and the Johnsons, Lou Reed, Tanya Donelly, Elton John, Rufus Wainwright, Sheryl Crow, oder die Scissor Sisters, beeindruckte sie das Publikum und ihre Kolleginnen gleichermassen. Kein Wunder sind neben Anthony Hagerty und Rufus Wainwright auch Sufjan Stevens oder RZA als Guests auf Joans Alben zu finden, und gilt die Sängerin und Produzentin in genau diesen Kreisen schon seit Jahren als «Queen of Punk-Soul-R’n’B». 

Altin Gün ist die Band der Stunde! Diese Truppe schlägt gerade internationale Wellen, von den Kritikern gelobt, von den Fans bejubelt: Altin Gün, eine holländische Band mit türkischen Wurzeln, die eine neue Mischung aus traditionellen Volksliedern und funkigem Blues-Rock spielt. Dabei vergessen sie nicht, Respekt an die grossen Helden und Heldinnen der 70er-Jahre wie Selda, Barış Manço oder Erkin Koray zu zollen.

Als Mount Kimbie den Kasernenhof zuletzt ins Staunen versetzten, hatten sie gerade damit angefangen, Live-Instrumente in ihre Tracks einzubauen. Seither sind vier Jahre vergangen und Dominic Maker, einer der Köpfe des Duos, ist von London nach Los Angeles gezogen. Mit der Distanz, die die Ideen zurücklegen, die er und Kai Campos sich hin und her schicken, ist auch ihre Musik grösser geworden. Auf ihrem dritten Album, Love What Survives, haben Mount Kimbie einen weiteren Schritt in Richtung Live-Band gemacht. Zu dem für sie typischen düsteren und dennoch tanzbaren Sound kommt neu eine Dringlichkeit hinzu, die es uns fast unmöglich macht, die Füsse still zu halten.

Weitere Informationen

Datum / Zeit

09. August 2018 - 11. August 2018 / Ganztägig

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