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Die neue Single des Mundart-Entertainers Johnny Burn würzt uns passend zur Herbstsession mit dem wunderbaren Song «Hirschpfäffer» die Seele. Lasset uns lauschen, lauschen dem humoristischen Stück, der Ode an die helvetischen Götterspeise! Es ist angerichtet!

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aha. Es herbstelt, liebe Leserinnen und Leser, es herbstelt sogar so, dass braunrotes Laub auf Park- und Waldweg in Massen aufliegt, Rehe pausenlos durchs Geäst im Dickicht zwinkern. Man geniesst die Stunden herbstlicher Glückseligkeit, die Fröstelnden unter uns ziehen sich schon Mützen an. Nun endlich, tragen auch Nichtintellektuelle samstags ihre Rollkragenpullis, die Juso steht kurz vor ihrer eigenen Oktoberrevolution mit 1:12 und die Nachbarn hört man schon fröhlich beim ersten Raclette gackern.

Besoffen von all dieser wärmenden Fülle an Festen, die rund um die Welt konsumfreudige Menschen an einen Tisch bringen. Endlich, endlich ist es vorbei mit dem ewigen über das iPhone streicheln müssen: Erntedankfest, Oktoberfest, Halloween, Allerheiligen, St. Martin und natürlich Sukkot. Hierzulande braucht es eine ganz bestimmte Kost. Hirschpfeffer, ein Verzehr sondergleichen. Eine Bekenntnis zur herbstlichen Authentizität möchte man meinen. Aufhören sollte es, mit dem Schnellimbiss beim Dönerladen und dem Fingerfood an hippen Vernissagen, man lümmelt nicht mehr mit einer Packung Chips auf der Couch und lechzt nach Eiscreme,  nun alles ein Ende. Es ist Zeit für Hirschpfeffer, liebe Leserinnen und Leser, so verkündet es der grossartige Johnny Burn.

Der Swiss-Comedy-Award-Preisträger 2012 hat sich nach den Spritztouren im sommerlichen Tuc Tuc einer volksdümmlichen Tradition gewidmet. Dem Jagen. Nicht dem Nachjagen von Abzockern, Heuschrecken und Bankstern oder etwa fremden Richtern. Sondern dem Jagen und Erlegen oder zumindest dem Versuch dessen, eines Hirsches. Das humoristische Stück hat zur Folge, dass wir unsere Ohren senkrecht wie Orgelpfeifen spitzen. Denn selten war Komik auf Kosten der Tierschützer und Öko-Soldaten in der Welt nach Fukushima so frivol (die einen mögen sie nicht einmal bemerken).

Aber auch die Jäger und blauäugigen, hungrigen Schweizer Mäuler sind vom Hirschpfefferfieber nicht unbelastet. Genuss ist wahrlich ein Schimpfwort in der Leistungsgesellschaft. Dazu passend jedoch: Marroni, Nudeln, Rosenkohl, Rotkraut oder Spätzli. «Lachen fördert die Verdauung!», so der smarte Entertainer Johnny aus Luzern. Wer es bisher versäumt hat, seine Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter Johnny Burn, dem einzigen Wok’n’Roll-Artist der Schweiz, zu schenken, soll das bitte gleich nachholen.
Als «One Man Boy Group» zeigt er sich von seiner besten Seite mit Kickoff seiner Show am 23. Oktober in Luzern. Der singende Troubadour erzählt Geschichten und spielt Mudartlieder vor Publikum. Ähnlich der Vielzahl an Farben bei einem herbstlichen Spaziergang durch Wald und Wiese, mutiert der Comedian vom Singer-Songwriter zum Macho, dann wieder zum Softie und verkörpert dabei eine ganze Boygroup. Wenn das mal nicht zu dieser Herbstsession passt! Der Junge hat Pfeffer!

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