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Im proppenvollen Z7 in Pratteln spielten Eluveitie quasi vor Heimpublikum. Die international erfolgreichste Schweizer Band der Gegenwart lieferte eine packende Show und geizte nicht mit Sensation.

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jt. Wohltuend dröhnte das Intro vom Album Helvetios durch die Kulturfabrik und mit dem gleichnamigen Song starteten Eluveitie ihr Brachial-Pathos. Laut und kompromisslos fegte die Band vom charismatischen Chrigel Glanzmann durch die hohe Halle. Sänger Glanzmann hielt nicht mit seiner effekthaschenden Gestik zurück und führte die Konzertbesucher durch die Welt der Helvetier.

Das Publikum bekam, was man ihm versprochen hatte und wofür sie ins Baselländische gepilgert waren: pure fucking Folk Metal. So donnerte die Winterthurer Formation unbeirrt durch ihr Repertoire, feierte ihre Wurzeln mit Tegernakô vom Album Spirit und haute auch das neue Material in vollkommener Wucht durch die Boxen. Ein viel besserer Auftritt als an der zweiten Ausgabe des Eluveitie & Friends, denn die Musikerinnen und Musiker funktionierten als Einheit und erzeugten eine vibrierende Stimmung.

Auf die soliden Mauern ihrer Klangfestung setzte die Band allerdings noch zwei markante Türme als Höhepunkte. Lucie von Subdorned und Dark Zodiac hat den Gesangswettbewerb gewonnen und konnte mit Eluveitie den Song Uxellodunon schmettern. Währenddessen stieg Chrigel von der Bühne in die Publikumsreihen hinab und gönnte sich zum ersten Mal ein Konzert der eigenen Band. Sein Fazit:

«Ihr seid ja gar nicht so scheisse, wie ich gedacht habe.»

Leider liess sich der Rastabelockte nicht im Moshpit blicken, wohl mit der weisen Vorahnung, dass er es sowieso nicht rechtzeitig zum nächsten Song wieder auf die Bühne geschafft hätte.

Für den «Jöö-Faktor» sorgte die kleine Nina Macchi, Tochter des Managers, spielte gemeinsam mit Glanzmann auf der Bühne. Sichtlich nervös auf der grossen Bühne, spielten sie gemeinsam Hope. Verdammt, als ich noch Blockflöte spielte, war das noch nicht so cool!

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Wie so ein Ellbogen nach dem Konzert auszusehen hat (Bild: Janosch Tröhler)