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Fast zwei Stunden vor Konzertbeginn standen sich die Fans in Pratteln bei eisigen Minustemperaturen die gefrorenen Beine in den Bauch. Eisbrecher lieferte nicht nur ab, sie überzeugten einmal mehr mit Können und Entertainment, das man sich von so manch anderer Band wünschen würde.

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Alex rockte (Foto: Matt Hoffmann)

Die kalten Aussentemperaturen waren zumindest bei den Nichtrauchern schnell vergessen. A Live Divided gestalteten einen stimmigen Aufheizer. Seit 2007 spielt Jürgen Plangger die rhythmische Gitarre bei Eisbrecher. Seit 2003 allerdings bildet seine Stimme den Lead bei A Live Divided. Mit The Great Escape, dem aktuellen Album, begleiten sie Eisbrecher auf ihrer Jubiläumstour «10 Jahre, 11 Shows, 12’000 Meilen». Seit die Band bei AFM Records unter Vertrag steht, hat sich einiges verändert. Der Electro-Anteil der Musik ist kleiner geworden, dafür finden sich mehr Synth-Elemente in einer etwas massentauglicheren Form. Auf der Bühne finden sich so Musiker ein, die einen Querschnitt für jeden Geschmack bieten. Interessant war, wie verändert Jürgen ist, wenn er singen darf. Das Feeling konnte zu hundert Prozent transportiert weden. Ein Hauch von Bon Jovi, etwas Linkin Park, verbunden mit der Stimme von Jürgen: Den Fans hat es offenkundig gefallen.

Das Highlight des Abends, das muss man nicht separat erwähnen, waren natürlich die Männer die 2003 das Boot namens Eisbrecher auf seine Reise in die musikalischen Gewässer dieser Welt schickten. Mit Kein Mitleid mischte Alex die Halle gleich zu Beginn richtig auf. Der Funke wollte anfangs nicht so richtig springen. Der Grund dafür? Es gibt keinen. Eisbrecher rockten die Bühne vom Feinsten. Requisiten wurden zu fast jedem Lied auf die Bühne getragen, Alex war eloquent wie gewohnt.
Vielleicht lag es daran, dass es ab Höhe Mischpult wirklich eisig kalt war. Aber auch das wäre ein Grund gewesen, noch einen Hüpfer mehr zu leisten.
Von Antikörper bis Schwarze Witwe über die neue Version von Miststück war alles vertreten, was die Band die letzten Jahre gross und bei ihren Fans beliebt machte. Spätestens als Eisbrecher angestimmt wurde, war die Halle aber am kochen und die Fans nicht mehr zu stoppen.

Dieses Konzert war eine absolut würdige Reise durch 10 Jahre Eisbrecher, die immer noch eine Schippe draufgelegt haben und nie zur Ruhe kamen. Wir hoffen und wünschen uns, dass es genau so weitergeht. Voller Power und Manneskraft voran. 2014 dürfen die Fans auf ein neues Album hoffen, das an die Erfolge der vergangenen Jahren anknüpfen soll.