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Ein Zigeunerfest mit allem was dazu gehört: gute, tanzfeste Musik, eine Bude die etwas aushält ohne zusammenzukrachen und viel trinkbares für Hartgesottene. Eine grundlegende Fröhlichkeit die in der Halle herrscht, auf der Bühne eine Band mit einer Truppe von Leuten und einem Haufen von Instrumenten. Diese Band heisst Gogol Bordello und feiert mit ihrer endlosen Energie allen voran, das Publikum liess sich sofort anstecken und ein wunderschönes, farbiges, fröhliches Fest kam zusammen.

Artikel 2013-11-26 Gogol-Bordello Artikelbild

Feierten im Komplex Klub – Gogol Bordello (Foto: Sacha Saxer)

dsc. Von Halloween-Kostümen bis zu glitzernden Ballerinas wurde wirklich keine Nuance ausgelassen, um die experimentelle Musik mit leicht experimentellem Kleiderstil zu unterstreichen, wobei die Musik eindeutig besser abschnitt. Ihr Stil könnte man irgendwo zwischen Glamrock und Indie ansiedeln. Sie wärmten das Komplex auf und ernteten einige begeisterte Lacher. Die Vorband Man Man aus Philadelphia, alte Freunde von Gogol Bordello.

We’ll raise again hiess es zu Beginn von Gogol Bordello, gleich beim ersten Song pressten sie ihre Riffs dem Publikum entgegen. Ein echt harter Einstieg, doch das Publikum nahm das mit einer geschwungenen Leichtigkeit und hält voll und ganz mit.  So begann die heutige Show von Eugen Hütz’ Multikultiband, mit einem Schlag standen wir inmitten einem ukrainischen Fahrenden Fest und hüpften und tanzten mit ihnen gemeinsam um die Wette. Der Anfang hatte für Gogol Bordello zu viel E-Gitarre und Schlagzeug, was schade war, Geige und Akkordeon waren anfangs beinahe nicht hörbar. Doch auch das ändert sich und die Melodie von den Liedern kam viel schöner zur Geltung.

Pura Vida Conspiracy heisst ihr neustes und somit zehnte Studioalbum. Im vergleich zu den vorgehenden Platten, sind sie in der Aussprache klarer geworden, haben ihre rauen und verzerrten Stimmen zur Seite gelegt. Auch die Musik hat eine gewisse Klarheit erreicht, es klingt nicht mehr so verwaschen, die Instrumente fühlen sich nicht mehr so ineinander verzerrt. Sie sind besser aufeinander abgestimmt. Trotzdem, live sind sie immer noch die Alten geblieben mit der selben Energie im Arsch das man denken könnte sie wären noch die jüngsten Rehe im Wald. Gogol Bordello zeigte wieder einmal wie man noch feiert und brachten das gesamte Komplex dazu während den gesamten Konzerts wild auf und ab zu hüpfen.

Fotos: Sacha Saxer