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The Lumineers lieferten im Zürcher Komplex 457 eine etwas kurze, dafür wunderbare Show ab. Die dreiköpfige Band begeisterten die Gäste mit ihrem ersten gleichnamigen Album The Lumineers.

The Lumineers

The Lumineers gaben alles (Foto: Michelle Brügger)

jk. Als Vorband begab sich eine öde Band auf die Bühne – Thao & The Get Down Stay Down aus den Staaten. Als dann das Publikum nach zwanzig gespielten Minuten noch immer keine grosse Begeisterung zeigte, begaben sie sich verfrüht von der Bühne, was auch nicht weiter schlimm war.
Mit brillanter Bühnentechnik vereint, begab sich, nach einer gefühlten Ewigkeit, dann endlich das Trio in die Scheinwerfer des Komplex 457. Sie wurden mit hemmungslosem Jubeln und Geklatsche begrüsst. Als sie dann zu ihrem ersten Song Flapper Girl ansetzten, bahnte sich bereits diese spezielle Atmosphäre an – sie umhüllte jede einzelne Person im ausverkauften Zürcher Club. Anschliessend zum Gute-Laune-Song Flowers In Your Hair, spielten sie ihren wohl berühmtesten Charthit Ho Hey. Da logischerweise jeder der Text kannte, wurde lauthals mitgeträllert. Die Sympathie für die junge Band war nun nicht mehr zu überhören.

Mit weiteren Songs ihres Albums stand man immer mehr im Banne dieser charakteristischen Stimme des Frontsängers Wesley Schultz. Aber auch durch die unheimliche Begabung der jungen Neyla Pekarek, welche mit den Instrumenten Cello, Klavier und Mandoline gekonnt hantierte.
Bevor die drei Freunde Submarines zum Besten gaben, versetzten sie kurzerhand ihre Bühne in die Mitte des Publikums. Von diesem neuen Standpunkt aus, spielten sie zwei Lieder, welche mit Dutzenden von Seifenblasen unterstrichen wurden. Dieser Anblick war schlichtweg phänomenal. Weiter gings mit Stubborn Love, dort stand das singende Publikum voll und ganz im Vordergrund, was erneut eine Gänsehautstimmung auslöste. Gegen den Schluss bedankten sie sich für das unglaubliche Konzert und widmeten Dead Sea den Gästen. Der Abend ging so bezaubernd zu Ende, wie er angefangen hat.

Man merkt ihnen an, wie glücklich sie sind, wenn sie ihre Musik spielen dürfen und sie sehen, wie auch das Publikum davon begeistert ist. Daher fand ich das Beeindruckendste vom Abend, als sie sich zum Schluss auf der Bühne umarmt, bedankt und gelobt haben. Nie hätte ich mir erträumt, eine soll sensationelle Performance von The Lumineers zu hören. Doch dieses Gefühl, welches sich in einem ausbreitet, wenn man sich ihre Musik live anhört, ist unbeschreiblich. The Lumineers, danke, dass es euch gibt!

Fotos: Michelle Brügger